Die Motorräder parkten im Gebüsch

<fettakgl>Mit Betonbrocken warfen </fettakgl>die Täter  in der Nacht zum 9. Juli dieses Fenster ein. Anschließend entwendeten sie mehrere Fahrzeuge. <foto>Michael Schmidt</foto>
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Mit Betonbrocken warfen die Täter in der Nacht zum 9. Juli dieses Fenster ein. Anschließend entwendeten sie mehrere Fahrzeuge. Michael Schmidt

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26. Juli 2010, 06:21 Uhr

Gadebusch | Es gibt einen Fortschritt bei den Aufklärungsarbeiten zum Kriminalfall Beutezug aus einer Halle in der Industriestraße. Dank eines aufmerksamen Bürgers konnte die Polizei gestern ein Quad, ein KTM-Motorrad und ein Kleinmotorrad, ein so genanntes Pocket-Bike, sicherstellen.

Fündig wurde Jürgen Köpke aus Vietlübbe: "Ich war gerade dabei, die Zuwegung zum Jagdrevier Quellgebiet Radegasttal auszumähen, als ich die Motorräder im Gebüsch entdeckte." Gut getarnt standen die Maschinen im Dickicht eines Teiches in unmittelbarer Nähe der HEM-Tankstelle. Diese befindet sich vis-à-vis vom Tatort, dem Fachgeschäft für Motorsägen, Rasenmäher sowie Quads und Bikes. Die Belegschaft des Geschäfts zeigte sich gestern erleichtert, dass die Zweiräder und ein Quad aufgefunden wurden.

Von einem Teil der Beute fehlt nach wie vor jede Spur. "Dazu zählen ein weiteres Quad und ein kleines Motorrad", sagt Kriminalhauptkommissar Wolfgang Weidemann. Er lobte gestern das Engagement des Finders in Verbindung mit einer zügigen Kontaktaufnahme zur Polizei. "Ich bin selbst vor einem Jahr Opfer eines Einbruchs gewesen. Man ist sich ja nie sicher vor solch einem Personenkreis", so Finder Köpke.

Im Rahmen der kriminaltechnischen Arbeit nimmt die Kriminalpolizei die Fundstücke zur Spurensicherstellung jetzt unter die Lupe. Wie die Fahrzeuge ins Dickicht am Regenrückhaltebecken kamen, bleibt spekulativ. Bislang ging die Polizei davon aus, dass die Beute vom Tatort direkt abtransportiert wurde. Möglich scheint allerdings auch, dass der oder die Täter die Quads und Zweiräder über die Bundesstraße 104 schoben und für einen späteren Abtransport versteckten.

Über einen möglichen Täterkreis gibt es bislang noch keinerlei Anhaltspunkte. Die Polizei hofft auch auf weitere Hinweise aus der Bevölkerung. Die Tat ereignete sich in der Nacht zu Freitag, 9. Juli.

Damals warfen Unbekannte wahrscheinlich zwischen 1 und 3 Uhr in der Nacht mit Betonbrocken die Fensterscheibe des Fachgeschäftes an der viel befahrenen Bundesstraße ein. Anschließend gingen sie auf Beutezug. Nicht ausgeschlossen wird, dass sie eine mobile Rampe zum Abtransport verwendeten.

Die Gadebuscher Polizei ist unter der Telefonnummer 03886/7220 erreichbar.

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