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Lokales

20. August 2017 | 06:18 Uhr

Die L 11 kommt, aber erst ab 2014

vom

Prignitz | Der Landtag hat den neuen Landesstraßenbedarfsplan bis 2024 beschlossen. Danach sollen 18 Projekte realisiert werden mit einem Kostenvolumen von 145 Millionen Euro. Darunter befindet sich auch der Bau der L 11 vom Wittenberger Instandhaltungswerk an Breese vorbei mit Anschluss an das Industriegebiet Wittenberge-Süd.

Die Breeser warten schon lange auf diese Straße, vor allem aber auf den damit verbundenen Bau des neuen Stepenitzdeiches. Denn immer, wenn die Elbe Hochwasser führt, staut der kleine Prignitz-Fluss zurück, setzt Grundstücke und Häuser in Breese unter Wasser. Erst beim letzten Winterhochwasser hatten die Breeser mehrere Landesminister auf das Problem aufmerksam gemacht, einen schnellen Bau gefordert. Auch der Regionale Wachstumskern sowie die Prignitzer Landtagsabgeordneten setzen sich für das Projekt ein. Im April gab es dann nach einem Gespräch von Brandenburgs Verkehrs-, Umwelt- und Wirtschaftsministern die Zusage, dass sowohl Deich als auch Straße, die in einem Abschnitt auf dem neuen Deich verlaufen soll, schnell gebaut würden.

Schnell heißt nun konkret: frühester Baubeginn 2014. Das erfuhr der "Prignitzer" auf Nachfrage von Kerstin Finis-Keck, zuständige Niederlassungsleiterin des Landesbetriebes für Straßenwesen. "Wir sind gegenwärtig dabei, die Planungsvereinbarung über die Kostenteilung zwischen Landesbetrieb für Straßenwesen und Landesumweltamt vorzubereiten", so Finis-Keck. Man sei in der Vorplanung für das Straßenbauprojekt. Es seien erhebliche Umwelterhebungen im Vorfeld erforderlich, bevor dann 2012 in die Planfeststellung gegangen werden könne.

Breeses Bürgermeister Werner Steiner freut sich zwar, dass es jetzt endlich ein Datum für den Baubeginn gibt, aber "die Umwelterhebungen hätte man schon in diesem Frühjahr machen können. Jetzt ist das erst im Frühjahr 2012 möglich. Dennoch, wenn die Planfeststellungsunterlagen 2012 auf dem Tisch liegen und gut sind, dürfte das Verfahren nicht länger als ein Jahr dauern, müsste man schon im Herbst 2013 mit dem Bau beginnen können", rechnet Steiner vor.

Einen zügigen Baubeginn fordert auch Wittenberges Bürgermeister Dr. Oliver Hermann. "Es ist gut, dass jetzt eine Lösung verfolgt wird, denn die Maßnahme war ja schon einmal ausgesetzt. Aber vor allem im Sinne des Hochwasserschutzes muss schnell gebaut werden", argumentiert Hermann.

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erstellt am 24.Jun.2011 | 07:04 Uhr

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