zur Navigation springen

Die Heide leidet noch immer unter Hochwasser-Folgen

vom

svz.de von
erstellt am 08.Dez.2012 | 03:00 Uhr

Die extremen Regenfälle des Sommers 2011 haben in diesem Jahr ihre Auswirkungen gezeigt. Mit 11 000 Festmetern sind knapp zwei Drittel des Holzvorrates eines Jahreseinschlages verloren gegangen. Das hat gestern das Stadtforstamt Rostock bei der traditionellen Waldbereisung bekannt gegeben. Zahlreiche Einwohner, Mitglieder der Bürgerschaft und der Verwaltung haben sich dabei einen Eindruck vom aktuellen Zustand der Rostocker Heide verschafft.

Die Schäden durch das Hochwasser reichen vom Laubabfall bis hin zum kompletten Absterben, berichtet Revierförster Stefan Schlüter. Für ihn und seine Kollegen geht es nun darum, die frei gewordenen Flächen wieder zu besiedeln - und das so schnell wie möglich. "Dabei können wir durchaus etwas experimentieren", sagt Schlüter und meint damit die Baumarten. Die Eichen und Ulmen hätten das Hochwasser am besten überstanden.

Derzeit besteht der Rostocker Forst zu gleichen Teilen aus Laub- und Nadelbäumen. Die meisten Exemplare sind dabei um die 80 Jahre alt. Und der Trend steigt: Seit 1998 konnte der Anteil der mehr als 80 Jahre alten Bäume von 28 auf 34 Prozent erhöht werden. "Die älteren Bäume sind stärker sowie ökologisch und ökonomisch wertvoller", erklärt Forstamtsleiter Jörg Harmuth.

Wie auch im vergangenen Jahr bleibt die finanzielle Situation im Stadtforstamt angespannt. So konnten unter anderem die geplanten 715 000 Euro durch den Verkauf von Holz nicht eingenommen werden, sondern nur 633 000 Euro. Hohe Kosten verursachte die Instandhaltung der Wege im Revier.

Eine positive Entwicklung gab es hingegen bei den Erträgen aus dem Wildverkauf. Die geplanten Einnahmen von 37 000 Euro konnten mit 57 000 Euro weit überschritten werden. Grund dafür seien laut Forstbericht die Förderung aktiver Jäger und die Abschusserhöhung.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen