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Lokales

23. Oktober 2017 | 08:22 Uhr

Die Halle 207 geht an Verein

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erstellt am 01.Sep.2010 | 06:44 Uhr

Kröpeliner-Tor-Vorstadt - Jetzt gehört die Halle 207 dem Förderverein Tradition Ostseeschifffahrt. Der Kaufvertrag liegt zur Unterschrift bereit. Und das Geld für den Erwerb der ehemaligen Werfthalle ist zusammen. 450.000 Euro – eine Schenkung der Seehafen Rostock Umschlagsgesellschaft (SHRU), die deren Geschäftsführer Menchem Atzmon gestern überreichte. Vorsitzender des Fördervereins ist Rostocks Oberbürgermeister Roland Methling (parteilos). Er spricht im Zusammenhang mit der Spende von regelrechtem Mäzenatentum. „Nun ist die Halle für die Kulturlandschaft Rostocks in sicheren und guten Händen“, sagt Methling. Schon 2007 hatte sich der Verein beim Eigentümer, der Hamburg-Rostocker Investitionsgesellschaft (HRI), um einen Kauf der Halle bemüht. Im vergangenen Jahr kam der Versuch der Hansestadt, das Objekt direkt zu erwerben. Doch das Angebot der HRI überstieg die begrenzten Mittel der Kommune.

Nun ist eine kulturelle Nutzung der Halle für die Zukunft abgesichert. Was den notwendigen Anbau betrifft, ist der Verein auf weitere Unterstützung angewiesen. Etwa 800 000 Euro werden hier noch fällig, schätzt Methling: „Wir werden die Halle Stück für Stück in Ordnung bringen.“ Das brauche Zeit und Partner. Die HRI hat Unterstützung in Aussicht gestellt.

Die Halle 207 soll als Ausstellungs-, Konzert- und Veranstaltungshaus genutzt werden. Im Sinne des Fördervereins wird hier maritimes Erbe gepflegt werden. Schließlich wurden in dem Gebäude ehemals Dampfturbinen und Dieselmotoren in Stand gesetzt, weiß Egon Wirth zu berichten. Er arbeitete bis zur Wende als Abteilungsleiter auf der Neptunwerft.

Für das Volkstheater geht das diesjährige Sommerfestival in der Halle 207 langsam zu Ende. Auch wenn die Besucherzahlen nicht alle Wünsche erfüllt hätten, sagt Theater-Geschäftsführer Kay-Uwe Nissen, wolle das Haus doch im kommenden Jahr wieder in der Halle spielen: „Wir hatten etwa 3000 Besucher weniger. Das müssen wir erst einmal auswerten.“

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