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Güstrow: Neubau am Krankenhaus eröffnet : Dialysepatienten jetzt besser versorgen

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Ganz offiziell öffnete am Sonnabend das neue Dialysezentrum Güstrow Nord in der Friedrich-Trendelenburg-Allee in der Nähe des KMG-Klinikums. Der in elf Monaten entstandene Bau zeichnet sich durch seine Großzügigkeit aus.

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erstellt am 17.Apr.2011 | 08:39 Uhr

Güstrow | Ganz offiziell öffnete am Sonnabend das neue Dialysezentrum Güstrow Nord in der Friedrich-Trendelenburg-Allee in der Nähe des KMG-Klinikums. Der in elf Monaten entstandene Bau zeichnet sich durch seine Großzügigkeit aus. Täglich können dort bis zu 100 Dialysepatienten versorgt werden.

Die Praxisgemeinschaft aus den Güstrower Fachärzte für innere Medizin und Nierenheilkunde Dr. Achim Selck, Jens Freytag, Dr. Thomas Gliesche und Dr. Sebastian Petermann hat viel Geld investiert, um die medizinische Versorgung für schwerkranke Menschen zu verbessern. "Die Menschen werden immer älter. Das ist positiv, hat aber auch seine Schattenseiten. Es gibt immer mehr Dialysepatienten", betont Achim Selck. Viele könnten nicht mehr selbst in die Praxis kommen, müssen transportiert werden, sind mit dem Rollstuhl unterwegs. "Als das Dialysezentrum 1995 in der Krückmannstraße gebaut wurde, war diese Entwicklung so noch nicht absehbar", sagt Selck. Dort sei es inzwischen zu eng und zu klein geworden. "Wir mussten schon Urlaubs-Dialysepatienten abweisen", bedauert der Mediziner. Auch sei es mit der Zeit unmöglich geworden Akutplätze vorzuhalten. Ein Neubau sei unumgänglich gewesen. Er entstand bewusst in der Nähe des KMG-Klinikums, wo sich vor Monaten bereits eine Strahlenklinik ansiedelte. Patienten der Gemeinschaftspraxis, die im Krankenhaus liegen, müssen künftig nicht durch die halbe Stadt gefahren werden, erklärt Selck. Im Neubau gibt es 26 Dialyseplätze, weitere 20 werden auch künftig in der Krückmannstraße genutzt. Die vier Ärzte und ihre rund 40 Schwestern und Helferinnen würden schon jetzt weit über 100 Patienten betreuen. Mit dem Neubau sei es möglich bis zu 200 Patienten zu versorgen, informiert Selck. In der Regel muss ein Patient, deren Nieren nicht mehr funktionieren, dreimal in der Woche für vier Stunden an ein Dialysegerät angeschlossen werden.

So ergeht es z.B. Wolfgang Warnick (65) jetzt schon im dritten Jahr. Er ließ es sich am Sonnabend nicht nehmen, sich das neue Dialysezentrum anzusehen. "Hier ist so viel Platz, die Flure sind breit genug, dass die Patienten in die Zimmer gefahren werden können", stellt er fest. Das würde die Arbeit erleichtern. Er selbst werde weiterhin in der Krückmannstraße behandelt. "Hier hat sich die Lage schon merklich entspannt", betont der Güstrower. So hätten auch die Patienten in der Stadt etwas vom Neubau am Rande Güstrows.

Im neuen Zentrum werde auch eine Blutwäsche-Behandlung angeboten. Menschen mit sehr hohen Blutfettwerten, die medikamentös nicht eingestellt werden können, kämen in der Regel einmal in der Woche für zwei Stunden zur maschinellen Blutent fettung, erläutert Selck.

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