Wasserversorgung : Der Trinkwasser-Verbrauch steigt

Der WTAZV wartet und modernisiert seine Trinkwasserleitungen kontinuierlich. Rund 23 800 Prignitzer versorgt der Verband täglich mit Wasser.
Foto:
Der WTAZV wartet und modernisiert seine Trinkwasserleitungen kontinuierlich. Rund 23 800 Prignitzer versorgt der Verband täglich mit Wasser.

Mittelfristig erwartet Verband stabile Zahlen bei Trink- und Abwasser

svz.de von
08. September 2015, 09:40 Uhr

Höhere Trink- und Abwassermenge sowie ein gutes Kostenmanagement haben beim Westprignitzer Trink- und Abwasserzweckverband (WTAZV) für ein gutes Geschäftsjahr 2014 gesorgt. Die am Montag vorgestellte Bilanz weist einen Anstieg der Liquidität von 1,5 auf drei Millionen Euro aus. Dafür sorgten der gute Absatz, die Senkung des Energieaufwandes, die Tilgung weiterer Schulden und niedrige Zinsen.

Der WTAZV sei wirtschaftlich stabil aufgestellt und gut für die Zukunft gerüstet, sagte Wirtschaftsprüfer Frank Horschke. So ist der Verband bei der Finanzierung von Investitionen immer weniger auf Kredite angewiesen. Wurden 2012 erst 68,4 Prozent dieser Aufwendungen aus eigenen Mitteln realisiert, waren es 2014 bereits 73,8 Prozent.

Nach fünf Jahren mit stabilem oder leicht rückläufigem Absatz stieg der Trinkwasserverkauf von 880 000 auf 902 000 Kubikmeter im Jahr 2014. Parallel stieg der Anfall von Abwasser von 918 000 auf 954 000 Kubikmeter. Mittel- und langfristig erwartet der Verband durch die demografische Entwicklung stabile bis etwas rückläufige Trink- und Abwassermengen.

Darauf wird auch mit Lösungen reagiert, kleine Trinkwasserwerke durch den Ausbau des Leitungsnetzes zu ersetzen und so die Effizienz zu verbessern. Nachdem bereits die Anlage Bendelin verkauft wurde, soll dies auch bei der Anlage in Bälow erfolgen.

Das Vorhaben verschiebt sich aber nach Aussage des technischen Leiters Detlef Gottwald auf 2016/17, da in diesem Raum derzeit noch ein Flurneuordnungsverfahren läuft. Der WTAZV konnte daher mit den Flächeneigentümern noch keine Verträge für den Leitungsbau schließen.

Im Abwasserbereich sorgten technische Verbesserungen wie der Einbau der Flotationsanlage im Klärwerk Perleberg für deutliche Energie- und damit Kosteneinsparungen. Trotz Veränderungen in Einzelposten bleibt 2015 die Gesamtsumme der Investitionen im Trink- und Abwasserbereich konstant.

2015 brachte die Gemeinde Karstädt nach den Trinkwasserversorgung auch das Abwassernetz in den WTAZV ein. Um die Gleichbehandlung mit den übrigen Mitglieder zu erreichen und Besonderheiten der Gemeinde Rechnung zu tragen, beschloss die Verbandsversammlung eine Regelung für das neue Gewerbegebiet an der B 5. Dabei wird der kommunale Eigenanteil an den betreffenden Erschließungskosten von mehr als 52 000 Euro auf die Beitragsschuld von rund 126 000 Euro angerechnet. Der Verband erhält Anteile aus den Erlösen der Grundstücksverkäufe. Damit kann die Kommune Käufern komplett erschlossene Grundstücke offerieren, ohne dass diese noch zusätzlich den WTAZV kontaktieren müssen.  

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen