Der Tradition wegen gerettet

Der  Schlepper brachte  den Schwimmkran.Brunhilde Schmidt
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Der Schlepper brachte den Schwimmkran.Brunhilde Schmidt

Er sollte eigentlich verschrottet werden, der ehemalige Schwimmkran der Boizenburger Elbewerft. Engagierte Bürger retteten und sanierten ihn. Seit gestern hat er einen Ehrenplatz im Hafen.

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17. September 2009, 10:44 Uhr

Boizenburg | Wohl ein letztes Mal wurde er mit dem Schlepper, den Werfturgestein Eitel Schneider persönlich steuerte, durch das Hafenbecken gezogen und an die Hafenmauer manövriert. Der 25 Tonnen schwere Schwimmkran machte es den Männern nicht so ganz leicht. Dem Unternehmer Holger Graichen und seinen Helfern stand der Schweiß auf der Stirn, weil sich das schwimmende Gefährt dann doch nicht ganz so einfach an seinen endgültigen Platz bewegen ließ. Da war schon etwas Einfallsreichtum gefragt. Aber letztlich klappte es mit großem Kraftaufwand dann doch. Jetzt hat der Schwimmkran praktisch einen Ehrenplatz am Hafenkopf.

Boizenburgern, wie Eitel Schneider, Vorsitzender des Boizenburger Hafenschlepper-Vereins und dem Unternehmer Holger Graichen ist es zu danken, dass diese historische Technik vor dem Verfall bewahrt wurde. Der Kran stammt aus den 60er-Jahren der Werft und war praktisch mit dem Schlepper das einzige Transportmittel im Hafengelände für die schweren Produktionsteile. Durch die Beschäftigungsgesellschaft wurde eine Mindestrestaurierung möglich. "Holger Graichen hat dann", so berichtet Eitel Schneider" "durch seine große Unterstützung den weiteren Ausbau mit finanziert und auch organisiert".

In den kommenden Monaten wird der nunmehr historische Kran an einer wasserstands unabhängigen Halterung von zwei Tonnen an der Kaimauer am Hafenkopf befestigt.

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