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Lokales

24. September 2017 | 19:46 Uhr

Der Strom als Transportweg

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erstellt am 26.Okt.2010 | 06:01 Uhr

Wittenberge | Rund um aktuelle und künftige Rahmenbedingungen der Elbe-Schiffahrtspolitik geht es am 12. November im Wittenberger Kultur- und Festspielhaus. Der Verein zur Förderung des Elbstromgebietes hat zu den Elbschifffahrtstagen 2010 Vertreter aus Bundes-, Landes- und Kommunalpolitik und der Wirtschaft in die Elbestadt eingeladen, um gemeinsam zu diskutieren und Standpunkte auszutauschen.

Die Elbschifffahrtstage haben ihren Ursprung in den 1930er Jahren und finden im Zweijahresrhythmus statt. In Wittenberge sind sie zum ersten Mal zu Gast. "Die Entscheidung für Wittenberge fiel deshalb, weil dort derzeit eine Menge passiert, was die Infrastruktur rund um die Elbe angeht", erklärt Dr. Claudia Sye vom organisierenden Verein. "Der Ausbau des Hafens mit der Fokussierung auf die Trimodalität von Straße, Schiene und Wasserweg ist ein guter Anlass, die Veranstaltung hier stattfinden zu lassen."

Thematisch werden sich die Vorträge vor allem um die weitere Etablierung der Elbe als Transportweg drehen. Enak Ferlemann vom Bundesverkehrsministerium und Brandenburgs Infrastrukturminister Jörg Vogelsänger referieren zu den Positionen von Bund und Land zum Elbeverkehr, im Anschluss hat die Wirtschaft das Wort. "Bernd Bertram, Geschäftsführer der Unifeeder Germany GmbH, wird dem Plenum das Feedersystem Ostsee vorstellen. Dabei handelt es sich um eine Art Container-Linienverkehr, der den großen Überseehafen Hamburg mit Häfen im Ostseeraum verbindet", so Claudia Sye.

Gemeinsam wolle man diskutieren, ob ein solches Feeder-System (vom englischen to feed für füttern abgeleitet) auch auf die Binnenschifffahrt der Elbe übertragen werden kann und welche Voraussetzungen dafür geschaffen werden müssen. "Zudem ist natürlich die Zusage des Verkehrsministeriums, eine verlässliche Fahrrinnentiefe von 1,60 Meter zu gewährleisten, ein Thema, zu dem wir uns nochmals positionieren wollen."

Für Wittenberge ist die Veranstaltung Werbung und Ansporn zugleich. "Es ist eine kleine Auszeichnung für uns, dass der Verein, in dem die Stadt seit einigen Jahren Mitglied ist, der Einladung in die Prignitz folgte", so Bürgermeister Dr. Oliver Hermann. "Der Hafenausbau ist in einer entscheidenden Phase, und so können wir uns den Gästen aus Politik und natürlich der Wirtschaft gut aufgestellt für die Zukunft präsentieren." Insbesondere letzteren als potenziellen künftigen Kunden müsse man die Vorzüge des Standortes Wittenberge schmackhaft machen. "Mit der Gemeinsamen Besichtigung des ElbePorts im Anschluss an die Veranstaltung haben wir dafür eine gute Gelegenheit", unterstreicht Hermann. Außerdem stehe mit Heinrich Ahlers, Geschäftsführer des Logistikunternehmens Buss Group sowie der ElbePort GmbH Wittenberge, ein kompetenter Ansprechpartner für Fragen zur künftigen Leistungsfähigkeit des elbstädtischen Hafens zur Verfügung.

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