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Zarrentiner Verwaltung : Der mühevolle Aufstieg ins Amt

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Viele Senioren, Kranke und Behinderte sehen in der Kloster-Treppe zur Zarrentiner Verwaltung eine kaum zu überwindende Hürde

von
erstellt am 27.Okt.2014 | 07:59 Uhr

Immer wieder werden wir am heißen Draht der SVZ-Lokalredaktion oder während der Termine vor Ort von älteren Lesern und solchen Zeitgenossen, die gesundheitlich nicht mehr so gut zu Fuß unterwegs sind, auf die steile Zugangstreppe im Kloster Zarrentin angesprochen. Selbst für körperlich gestählte Menschen sei sie eine echte Herausforderung, heißt es oft in den Gesprächen.

Was aber ist, wenn ein Behördengang sich aus dringlicher Sicht nicht vermeiden lässt? Müssen sich Senioren und Kranke dieser stuflichen Herausforderung stellen? Und die Treppe tatsächlich hochkraxeln?

„Nein“, sagt Jutta Piontek, die Leitende Verwaltungsbeamtin der Amtsverwaltung Zarrentin im SVZ-Gespräch. „Sollte ein Bürger die Treppe nicht mehr bewältigen können, kommen unsere Mitarbeiter herunter und bedienen ihn entweder im Rathaus oder im Bürgerbüro, wo es auch einen Zugang für Rollstühle gibt“, erklärt Jutta Piontek den Vorgang. Bei Trauungen müsse der Standesbeamtin Bescheid gesagt werden. „Sie organisiert dann für den Tag der Eheschließung den Service des Transportes über die Treppe als Dienstleistung.“

Im Übrigen seien in der Vergangenheit schon verschiedenste Varianten geprüft worden, wie die Zugänglichkeit zu erleichtern sei. „Ein Treppenlift scheiterte bereits am Denkmalschutz. Ebenso wie andere Möglichkeiten, weil sie einfach das Gesamtbild des historischen Klosters beeinträchtigen würden.“

Nachfragen bei der Pressestelle des Landkreises Ludwigslust-Parchim ergaben, dass die Untere Denkmalschutzbehörde erst dann tätig werden könne, wenn das Amt Zarrentin dazu einen Auftrag erteilen würde. Doch dazu müsse auch ein Architekt in mögliche Planungen eingebunden werden, heißt es weiter.

Soll heißen, wenn das Amt tatsächlich an dieser Hürde irgendwann Erleichterungen vornehmen will, muss es sich mit seinen Überlegungen an die Unteren Denkmalschutzbehörde des Landkreises wenden.

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