Der letzte Krieger Mecklenburgs

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... und legt dann einen genau bemessenen Sprung hin.

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15. Juli 2010, 08:41 Uhr

Neu Damerow | Bereits zum 19. Mal startet in diesem Jahr die Apachen -Liveshow auf der einzigartigen Naturbühne in Neu Damerow. Wolfgang Kring - seit Jahren anerkannter Autor und Chef eines rund 50 köpfigen Laienteams - präsentiert mit "Der letzte Krieger" das neueste Stück aus seiner Feder. "Diesmal dringen in der fiktiven Geschichte weiße Büffeljäger in das Territorium der Indianer ein und da sind Konflikte zwischen den Parteien vorprogrammiert", mehr will Kring noch nicht verraten.

Sicher ist aber, dass er neueste Stunts mit seinem Pferd "Shahe" präsentieren wird. Dabei ist dies nicht leicht. Zum einen erfordert das Einstudieren eine sehr große Liebe zum Tier, viel Geduld und großes Vertrauen zwischen Mensch und Vierbeiner. Wolfgang Kring geht auch auf Nummer sicher. Bei dem Einstudieren neuer Stunts darf der Zollstock nicht fehlen. "Die Höhe muss stimmen, damit das Pferd gut springen kann ohne den Menschen zu verletzen", sagt Kring. Schließlich will er mit seinem Pferd über den Kopf seiner Partnerin Ilona springen, die mit ihren Armen auch noch zwei Fackeln hoch hält.

Nachdem die Höhe stimmt, wird geprobt. Ilona ist noch etwas skeptisch, senkt den Kopf zur Sicherheit, doch im Laufe der Proben wird es immer besser. "Wir gehen mit unseren Stunts schon an die Grenze des Machbaren und es ist das Ergebnis jahrelangen Trainings", erzählt Kring. Er bittet auch seine Fans um Verständnis, wenn der ein oder andere Stunt nicht so klappt wie er sollte. "Wir sind eben Naturprodukte, keine Maschinen", so der Apachen-Häuptling.

Seine Mitstreiter sind Laiendarsteller unterschiedlichsten Alters aus dem gesamten Bundesgebiet, die sich dem Thema Indianer und Wildwest-Romantik verschrieben haben. Für diesen alljährlichen Auftritt nehmen sie Urlaub und studieren in nur einer Woche Text und Handlung ein. Das besondere bei diesen Auftritten ist, dass diese ohne jegliche Fördermittel oder Sponsoren stattfinden. "Es ist die ausschließliche Freude am Spiel selbst sowie die Aufklärung über die indianische Lebensweise", so Kring. Denn seine Geschichten sind zwar fiktiv, sind aber stets an wahre Begebenheiten angelehnt. Die Naturbühne erhielt im vergangenen Jahr einen neuen Untergrund und in diesem Jahr wurden auch die Kulissen für die Stadtszenen neu hergerichtet, denn in den vergangenen 19 Jahren haben diese doch sehr gelitten. Das Besondere für die kleinen und großen Zuschauer: Es gibt keine Sitzplätze. "Hier sitzt man auf dem blanken Rasen und spürt das Pferdegetrappel direkt - besser kann man diese nicht Show erleben", so sagen die vielen Fans, die alljährlich zu Tausenden dem Ruf der Neu Damerower Apachen folgen.

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