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Lokales

21. November 2017 | 20:35 Uhr

Der Hingucker: Dreirad "Universelle"

vom

svz.de von
erstellt am 17.Jan.2011 | 12:28 Uhr

Schmarl | Glänzend aufpoliert, vollständig restauriert und den Charme alter Zeiten versprühend, standen am vergangenen Wochenende knapp 150 Oldtimer in der Halle der Hansemesse. Der Grund: Anlässlich des zweiten Oldtimer- und Teilemarktes präsentierten Sammler und Autoclubs ihre Goldstücke und Diamanten. "Wir haben heute ein ganz besonderes Juwel hier: Eine ,Universelle, die 1927 gebaut wurde. Von diesem Objekt gibt es weltweit lediglich zwei Stück", erzählt Veranstalter Thomas Szymkowiak. "Die ,Universelle ist ein Dreirad. Ich bin froh, dass ich das Fahrzeug für die Messe nach Rostock holen konnte. Die Besucher sind begeistert von dem urigen Oldtimer", ergänzt er. Besitzer des seltenen Mobils ist Peter Patz aus Zeithain in Sachsen. Er hat das Vorkriegsmotorrad 1996 in einer Scheune in Meißen gefunden, wo es 1961 abgestellt worden war, und im Jahr 2000 in seinen Besitz genommen. Seit 2005 ist das Fahrzeug vollständig restauriert und fahrtüchtig. "Als ich mit der Restauration angefangen habe, hat mir die Tochter des ehemaligen Besitzer ein Bild von der ,Universellen in ihrem Originalzustand geschickt", so Patz. "Bei der Wiederinstandsetzung habe ich mich lediglich an diesem einen Foto orientier können", fügt der Sachse hinzu.

Doch das Dreirad war nicht die einzige Delikatesse auf dem Oldtimermarkt. Ein alter Mercedes von 1966 stand zum Verkauf bereit. "Das Fahrzeug ist bis jetzt nur durch Südafrika gefahren. Nun hat sein Besitzer beschlossen zurück nach Deutschland zu kommen und sein Prachtstück hier für einen guten Preis zu verkaufen. Das Besondere an dem Auto ist, dass es für den Linksverkehr gemacht wurde" erklärt Szymkowiak.

Die diesjährige Oldtimermesse hielt eine Menge Abwechslung für ihre Besucher bereit: "Vielfalt ist uns sehr wichtig. Die Leute sollen eine breite Oldtimerpalette zu sehen bekommen", so der Veranstalter. "Generell ist in diesem Jahr auffällig, dass viele Aussteller Komplettfahrzeuge zum Verkauf anbieten", sagt er weiter.

Zudem hatten viele Schrauber und Sammler die Gelegenheit auf dem Teilebasar das eine oder andere Element für den eigenen Oldtimer abzustauben. An knapp 100 Ständen wurden Ersatzteile und Zubehör für Kraftfahrzeuge, Traktoren und Nutzfahrzeuge angeboten. "Der Oldtimer- und Teilemarkt ist der größte überdachte Hallenmarkt dieser Art im ganzen Norden. Dass wir so eine große geschützte Fläche anbieten können, ist von Vorteil für die Qualität der Veranstaltung", berichtet Szymkowiak. "Dadurch kommen mehr Oldtimerbesitzer, die ihre Komplettfahrzeuge ausstellen. Nur so sind die Schätzchen vor der Witterung geschützt", ergänzt der Dresdner. Wegen der Wetterverhältnisse hätte Szymkowiak die Messe beinahe absagen müssen. "Die Leute sind nicht an ihre Fahrzeuge gekommen, weil die Garagen zugeschneit waren. Zum Glück hat das Tauwetter rechtzeitig eingesetzt", schildert er. Um diese Situation zu vermeiden, wird der nächste Oldtimer- und Teilemarkt erst im April 2012 ausgetragen.


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