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Lokales

21. Oktober 2017 | 16:02 Uhr

Der große Andrang blieb aus

vom

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erstellt am 05.Sep.2010 | 06:23 Uhr

Wittenberge | Es hätte so schön werden können: das Wetter war top, die Anzahl der sportlichen Angebote und Schaudarbietungen stimmte und auch für die Versorgung war ausreichend gesorgt. Doch beim 2. Wittenberger Stadtsportfest im Ernst-Thälmann-Stadion blieben die Teilnehmerzahlen am Sonnabend hinter den Erwartungen der Organisatoren zurück. Warum nicht mehr Familien der Elbestadt das Fest besuchten, darüber herrschte allgemeines Rätselraten. Annett Grabow, Mitarbeiterin beim Kultur-Sport-und Tourismusbetrieb der Stadt hatte auch keine Erklärung. "Wir haben doch genug Werbung gemacht. Vielleicht war der Termin ein wenig ungünstig", sagte die Mitorganisatorin und dachte da an den Pferdemarkt in Havelberg oder die nachmittägliche Musikveranstaltung auf dem Ölmühlengelände.

Überhaupt nicht anstecken von der, in sportlicher Hinsicht gesehenen, Lustlosigkeit ihrer Mitmenschen ließen sich Rainer Rogner und Sohn Lukas. Die beiden Sportler gingen zusammen mit zehn weiteren Athleten die Prüfungen für das Sportabzeichen, angeboten von Empor-Chef Gerhard Richter und seinem Team, an. "Hier kennt man sich. Es macht einfach Spaß mitzumachen", erklärt der elfjährige Lukas seine sportliches Engagement.

Der Fußballer von Veritas Wittenberge/Breese kann sich jedoch ein hämisches Grinsen nicht verkneifen als er sieht, wie sich Vater Rainer beim Lauf über die 3000 Meter quält. Nachdem Lukas seinen Lauf (800 Meter) längst hinter sich gebracht hat, läuft der kleine Kicker noch einmal zwei Stadionrunden zur moralischen Unterstützung mit dem Vater. Im Ziel angekommen und glücklich, auch dies Aufgabe gemeistert zu haben, erklärt der ehemalige Volleyballer noch leicht außer Atem: "Sportabzeichen hört sich einfach an, ist aber wahrlich kein Spielkram." Und warum dann die Teilnahme? "Man kann mal wieder sehen, wo man körperlich steht." Und wie stehen die Rogners zum Stadtsportfest allgemein? "Die Idee ist sehr schön. Es ist nur traurig, dass diesmal so wenig gekommen sind. Vielleicht sollte man die Leute gezielter ansprechen", meint Rainer Rogner. Seiner Meinung nach könnten Schulen oder Firmen gerade das Stadtsportfest nutzen, um untereinander Wettkämpfe auszutragen.

Sieger und Platzierte brachte die sportliche Veranstaltung natürlich auch hervor. So gewannen die Kickerinnen des SSV Einheit Perleberg das Dreierturnier vor Putlitz und Wittenberge. Beim Volleyballturnier holten sich die Jungs vom SSV Empor den Siegerpokal. Im Kreisliga-Punktspiel der F-Junioren besiegte Veritas die Gäste aus Putlitz/Berge mit 7:2.

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