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Der dritte Ausfall: Stephan Gusche mit Kreuzbandriss

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erstellt am 18.Okt.2010 | 07:45 Uhr

Rostock | Fußball-Drittligist Hansa Rostock hat den 2:1-Heimsieg gegen den 1. FC Heidenheim teuer bezahlt: Innenverteidiger Stephan Gusche, der zur Halbzeit aus der Partie ging, zog sich einen Riss des vorderen Kreuzbandes im linken Knie zu und fällt mindestens für ein halbes Jahr aus. Nach Matthias Holst und Dexter Langen ist es binnen drei Monaten der dritte Hanseate, der aufgrund einer Läsion im Knie dem Club langfristig nicht zur Verfügung steht. "Das ist für uns ein sehr schwerer Schlag. Stephan hat in der Luft 80 Prozent der Bälle weggenommen. Das können wir mit Qualität nicht ausgleichen. Zudem sind wir jetzt soweit dezimiert, dass wir in der Innenverteidigung und auch auf der Sechserposition keine echte Alternative mehr haben", sagte Hansa-Trainer Peter Vollmann.

Der Abwehrmann selbst sei laut dem Coach "total deprimiert und am Boden. Er war als junger Verteidiger in einer sehr guten Situation, bekam regelmäßig Spielpraxis und konnte sich weiterentwickeln. Für ihn ist das natürlich jetzt ganz bitter".

Aus dem aktuellen Kader dürfte Robert Müller in den kommenden Wochen die Rolle von Gusche übernehmen. "Er ist insgesamt gewiss nicht schlechter, aber in der Luft natürlich nicht mit Stephan vergleichbar. Ich denke, dass wir dort in Zukunft anfälliger werden", so der 52-Jährige, der Hendrik Großöhmichen eher als Ersatz fürs defensive Mittelfeld auf dem Zettel hat.

Zudem will sich Vollmann einige Talente etwas genauer anschauen. Hier kämen von den A-Junioren Pelle Jensen und Tommy Grupe in Frage. "Zunächst werden wir das intern mit den Trainern besprechen. Wir brauchen natürlich Spieler, die größer als 1,85 Meter sind", so der Fußball-Lehrer.

Manager Stefan Beinlich hat für die Winterpause Verstärkungen in Aussicht gestellt: "Wenn wir Weihnachten vorn dabei sind, könnte es sein, dass wir noch etwas machen." Nun geraten die Ostseestädter zusätzlich unter Druck. Doch Vollmann warnt auch: "Das Nachrüsten ist schwierig. Stephan Gusche war für uns eine preiswerte Variante. Ein deutscher Innenverteidiger mit dieser Größe und noch dazu Linksfuß, kostet jetzt sicherlich zweieinhalb mal so viel wie er."

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