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Historische Schätze : Denkmalpfleger des Kreises bestaunen ihre Fundstücke

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Aus der Redaktion der Norddeutschen Neuesten Nachrichten

Ehrenamtliche treffen sich in Bad Doberan zum fachlichen Austausch über alles, was sie im vergangenen Jahr entdeckt

svz.de von
erstellt am 27.Jan.2014 | 10:00 Uhr

Sie hegen, pflegen, suchen und finden die Kulturgüter der letzten Jahrhunderte: Rund 60 ehrenamtliche Bodendenkmalpfleger haben sich am Sonnabend mit Mitarbeitern der Unteren Denkmalschutzbehörde des Landkreises und der Hansestadt getroffen. Im großen Tagungsraum des Amtes Bad Doberan informierten sie sich über Maßnahmen, Weiterbildungsmöglichkeiten und den gesamten Fundus ausgegrabener Raritäten.

,,Der Gesamtüberblick über Rostocks Stadtgrenzen hinaus ist schon sehr interessant und spannend“, sagte Andreas Kahl. Der Bankkaufmann und Hobbyarchäologe aus Rostock hatte im vergangenen Jahr auf einem Acker in Biestow eine Bronzefigur gefunden. Deren Ursprung wird momentan noch vom Landesamt in Schwerin geklärt. Andreas Kahl hofft auf einen seltenen Fund, denn der Erfolg bei der Suche lässt im Allgemeinen oft lange auf sich warten.

Alexander Schacht, Mitarbeiter der Unteren Denkmalschutzbehörde des Landkreises Rostock, referierte über die durchgeführten Maßnahmen des Landesamts für Kultur und Denkmalpflege und gab einen ausführlichen Einblick in die Arbeit rund um Ausgrabungen im Landkreis Rostock. Dazu gehörten auch zahlreiche Pflegeeinsätze und Exkursionen mit unterschiedlichen Arbeitsgruppen zu Fundorten oder historischen Bauwerken.

Eine Umbettung von zwei im Zweiten Weltkrieg gefallenen Soldaten brachte im Juli vergangenen Jahres besondere Herausforderungen mit sich. Wurzelwerk und Geröll behinderten die Bergung in Horst, bis die Verstorbenen auf der Kriegsgräberstätte Sanitz beigesetzt werden konnten.

Es waren aber vor allem auch viele kleine Einzelfunde, die sowohl die Finder als auch das Amt begeistert hatten. Eine mittelalterliche Spardose tauchte in Schwaan aus der Versenkung auf. In Bad Doberan wurde eine alte Reibemühle entdeckt.

Stadtarchäologe Ralf Mulsow sprach über die Arbeiten rund um das Rostocker Stadtzentrum. Nach wie vor sei die Altstadt im Bereich der Nikolaikirche eine ideale Fundgrube für altertümliche Schätze vergangener Jahrhunderte. Die Ausgrabungen der Feldstein-Fundamente des Mühlentors halten die Denkmalschützer in Atem, weil die durch die Ausgrabungen neu erworbenen Kenntnisse die alten Konstruktionszeichnungen des Stadtarchivs ergänzen.

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