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Lokales

17. Oktober 2017 | 04:14 Uhr

Den Unesco-Titel erfolgreich verteidigt

vom

svz.de von
erstellt am 03.Jun.2011 | 09:06 Uhr

Zarrentin | Morgen, am Sonntag, ist wieder Biosphäre-Schaalsee-Markt am Informationszentrum Pahlhuus in Zarrentin am Schaalsee. 35 Erzeuger bieten landwirtschaftliche und kunsthandwerkliche Produkte aus der Schaalseeregion an. Die Besucher kommen aus allen Richtungen.

Seit 1999 gibt es diesen Markt, damals wurden fünf Märkte abgehalten, es kamen 8000 Besucher. Im Jahr 2010 waren es von April bis November acht Märkte mit etwa 18 000 Besuchern.

Der Biosphäre-Schaalsee-Markt ist nur ein Beispiel von vielen, das die stetige positive Entwicklung des Biosphärenreservates Schaalsee charakterisiert.

Umweltminister Till Backhaus stellte in dieser Woche gemeinsam mit dem Leiter des Amtes für das Biosphärenreservat Schaalsee, Klaus Jarmatz, die Ergebnisse einer Überprüfung der Unesco vor. Alle zehn Jahre prüft die Unesco weltweit die Biosphärenreservate auf die Einhaltung der Anerkennungskriterien.

Im vergangenen Jahr ging es beim Unesco Biosphärenreservat Schaalsee um die Bestätigung oder Aberkennung des Unesco-Titels.

"Das Biosphärenreservat Schaalsee hat sich in den vergangenen zehn Jahren sehr gut entwickelt und erfüllt die drei vom "Mensch und Biosphäre" Programm (MAB-Madrid-Action-Plan) der UNESCO geforderten Funktionen, nämlich die Schutzfunktion, die Entwicklungsfunktion und die logistische Funktion zum Teil bereits vorbildlich", so die überaus positive Einschätzung des MAB-Nationalkomitees.

Bei der Entwicklungsfunktion wurde, so unterstrich Till Backhaus, die Regionalmarke "Biosphärenreservat Schaalsee - Für Leib und Seele" zur Vermarktung typischer Produkte und Dienstleistungen sowie die damit verbundene Stärkung der lokalen Wirtschaft und des Handwerkes besonders hervorgehoben. Gab es im Jahr 1998 vier Regionalmarkeninhaber so waren es 2010 schon 77. Und viele von ihnen sind morgen auch auf dem Markt anzutreffen und werben mit ihren Produkten für die Region.

Positiv bewertet wurde auch der Beitrag zum Erhalt der biologischen Vielfalt - in den vergangenen zehn Jahren sind die Lebensbedingungen für viele Pflanzen und Tiere verbessert worden. Genannt wurden u.a. die Orchideenbestände am Röggeliner See und im Kalkflachmoor bei Zarrentin, Fischotter, Fledermäuse Seeadler, Amphibien, Libellen.

Beeindruckt haben auch die vielen Umweltbildungsveranstaltungen für Kinder und Jugendliche. Im Jahr 2000 nahmen an den Ver anstaltungen 1648 Kinder und Jugendliche teil, 2010 waren es 3938.

Auch die meisten Bewohner sind stolz und zufrieden damit, in der Schaalseeregion zu leben, das ergab eine aktuelle Umfrage. So fühlen sich weit über 70 Bewohner stark mit der Region verbunden. Über 90 Prozent schätzen den Bezug zu Natur und Landschaft sowie die Lebensqualität und den Erholungswert. Über 60 Prozent der Bevölkerung glauben, dass für Natur und Landschaft genau das richtige Augenmaß unternommen wird, mehr als 20 Prozent halten es für zu wenig. Über 70 Prozent der Bewohner finden, dass durch das Biosphärenreservat die Region bundesweit und international bekannter geworden ist. 85 Prozent der Einwohner sind der Meinung, ohne Biosphärenreservat würden viele Gäste die Region nicht besuchen.

Und es kommen viele. Die Spitzenbesuchszeiten sind Mai und Oktober mit über 25 000 Besuchern pro Monat.

Auf jeden Fall lohnt sich ein Besuch in der Region - und nicht vergessen, morgen ist Markttag.

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