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Hagenower Kartoffelveredler testen neue Produkte : Den afrikanischen Markt im Blick

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Auf dem Tisch von Michael Greve, Marketing-Chef der Mecklenburger Kartoffelveredlung GmbH Hagenow, steht eine Packung Instant-Fufu. Diese westafrikanische Nationalspeise stellten die Kartoffelwerker her.

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erstellt am 08.Jun.2011 | 05:52 Uhr

Hagenow | Auf dem Tisch von Michael Greve, Marketing-Chef der Mecklenburger Kartoffelveredlung GmbH Hagenow, steht eine Packung Instant-Fufu. Diese westafrikanische Nationalspeise stellten die Hagenower Kartoffelwerker aus Mecklenburger Kartoffeln her. "Hierbei handelt es sich um eine so genante Null-Serie", macht Greve aufmerksam. Mit dem Instant-Fufu wollen die Hagenower die Resonanz bei den Verbrauchern auf dem afrikanischen Markt testen. Das geschieht über Zwischenhändler, die einen Zugang zum dortigen Handel haben, weil es sich eben um sehr spezielle Produkte handelt. Wer weiß, was sich aus diesem Test entwickelt?

Europas wichtigste Messe im Einzelhandel für Eigenmarken

Überdies ist es für die Marketing-Spezialisten aus dem Verarbeitungs-Unternehmen ein laufendes Thema, Qualität, Angebot und Nachfrage der eigenen Produkte zu prüfen. Und das geschieht sehr konzentriert auf Messen. Michael Greve und sein Kollegen Jörg Jakob kommen gerade aus Amsterdam mit ganz frischen Eindrücken von Europas wichtigster Messe des Einzelhandels im Bereich Eigenmarken des Handels zurück.

"Dort war der deutsche und der gesamte europäische Handel vertreten, der natürlich auf der Suche nach neuen Produkten war, die dann in den Unternehmen unter dem entsprechenden Eigenlabel angeboten werden können. Die Messe ist für uns eine sehr gute Möglichkeit, mit Partnern zusammen zu treffen, die wir seit Jahren kennen, und wir können nach neuen Kunden Ausschau halten", erläutert Greve, der in diesem Zusammenhang darauf aufmerksam macht, dass die Mecklenburger Kartoffelveredlung GmbH in Deutschland in dem Segment der Eigenmarken Marktführer ist. In Europa gibt es da noch weitere Märkte zu erschließen.

Geschäft mit Eigenmarken hat an Fahrt gewonnen

Das Geschäft mit den Eigenmarken hat in den vergangenen Jahren erheblich an Fahrt gewonnen. Jedes große Handelshaus hat mittlerweile eine Hausmarke. Über den Preis sollen Verbraucher Zugang zu den weiteren Produkten bekommen. Und der Verbraucher weiß mittlerweile, dass Produkte aus dem Hause "Die Mecklenburger" eine sehr gute Qualität haben. Ob allerdings bei den Eigenmarken immer ersichtlich ist, dass das Püree aus Hagenow kommt, bleibt dem Handelspartner überlassen. Es lässt sich aber immer mehr die Tendenz feststellen, so Greve, dass im Kleingedruckten auf der Packungsrückseite steht: "Hergestellt von Mecklenburger Kartoffelveredlung GmbH". Das hängt jedoch von der Stärke des jeweiligen Unternehmens ab.

Ausgangsprodukt für die zahlreichen Produkte aus Hagenow sind die Kartoffeln, die auf den Feldern in Mecklenburg und Niedersachsen heranwachsen.

In Kürze geht die aktuelle Verarbeitungskampagne 2010/11 zu Ende. Dann ist für die 240 Mitarbeiter der Sommerurlaub angesagt, denn immerhin wird in der Verarbeitung im Vier-Schicht-System gearbeitet.

Derweil reifen die neuen Kartoffel auf den norddeutschen Feldern heran. Der derzeitige Regen sorgt mit dafür, dass die Früchte gut wachsen. Mit Beginn der neuen Rodung Ende Juli läuft dann auch die neue Verarbeitungskampagne im Hagenower Verarbeitungsunternehmen an.

Stichwort: Was ist Fufu, und wie wird es gegessen?

Fufu ist ein fester Brei aus Maniok oder Yams und Kochbananen. Er ist in ganz Westafrika und in Ghana Hauptbestandteil oder Beilage vieler Gerichte. Zur traditionellen Zubereitung werden Maniok und grüne Kochbananen im Verhältnis zwei zu eins in Stücke geschnitten, gekocht und in einem großen Mörser zerstampft oder mit dem Mixer püriert, bis eine zähe Masse entsteht. Anschließend wird der Fufu zu portionsgroßen Klößen geformt und mit einer würzigen Suppe oder Sauce serviert. Gegessen wird Fufu, indem man mit den Fingern der rechten Hand mundgerechte Bällchen formt, in die Suppe tunkt und zum Mund führt. Da die Bällchen häufig sehr klebrig sind, lassen sie sich schlecht kauen. Statt Maniok können auch Yams, Taro oder andere sehr stärkehaltige Pflanzen verwendet werden.

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