Dechow: Größter Klimawald in MV

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Förderverein, Biosphärenreservatsverwaltung und Juniorranger pflanzen einen neuen Wald. Antje Middelschulte

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11. Juli 2010, 07:36 Uhr

Dechow | Südwestlich der Ortschaft Dechow soll im Bereich des ehemaligen Grenzstreifens der bisher größte Klimawald (34 ha) in MV entstehen. Mit dem Kauf einer Waldaktie kann nun auch im Unesco-Biosphärenreservat Schaalsee die Aufforstung eines Klimawaldes unterstützt werden. Das 2007 erfolgreich gestartete Projekt "Waldaktie" wird gemeinsam vom Ministerium für Landwirtschaft, Umwelt und Verbraucherschutz, der Landesforst MV und dem Tourismusverband Mecklenburg-Vorpommern getragen. Als regionaler Kooperationspartner begleitet die Biosphärenreservatsverwaltung nun die Pflanzinitiative.

Auf den brachliegenden Ackerflächen sollen in den nächsten Jahren Stiel- und Traubeneichen und andere standortgerechte Laubgehölzen gepflanzt werden. Dabei ist vorgesehen, dass die Waldentwicklung auf rund der Hälfte der Fläche über freie Sukzession erfolgt. Das heißt, auf diesen Flächen pflanzt nicht der Mensch, sondern die Natur entscheidet was wächst. Zudem wird aus ökologischen Gründen auf eine forstwirtschaftlich Nutzung verzichtet, so dass sich die Bestände langfristig zu arten- und strukturreichen Naturwäldern mit hohem Totholzanteil entwickeln können. Dies entspricht den Zielsetzungen des Pflege- und Entwicklungsplanes für das gesamtstaatliche repräsentative Naturschutzprojekt "Schaalsee Landschaft".

Die erste Pflanzaktion soll nach Möglichkeit bereits im Herbst 2010 stattfinden. Wer Waldaktionär werden will und damit einen aktiven Beitrag zum Klimaschutz leisten möchte, kann sich im Internet unter www.waldaktie.de informieren und mit einem Klick symbolisch seine persönliche Parzelle auswählen und kaufen. Für 10 Euro kann ein Baum in Mecklenburg-Vorpommern gepflanzt und forstwirtschaftlich gepflegt werden. Die Norddeutsche Stiftung für Umwelt und Entwicklung (NUE) verwaltet die Einnahmen und bezahlt davon den Kauf, die Pflanzung und die Pflege der Bäume, die dann zum Klimawald heranwachsen können. Die pro Waldaktie eingenommenen zehn Euro sind ausschließlich für Aufforstungen vorgesehen.

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