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Grebser Lindenstraße hat nach Monaten immer noch keinen Gehweg : Dauerbaustelle ist ein Ärgernis

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Der Unmut wächst bei den Anwohnern in der Grebser Lindenstraße über den Stillstand beim Gehwegbau. Die gesamte Baumaßnahme sollte eigentlich bereits im vergangenen Jahr abgeschlossen gewesen sein.

svz.de von
erstellt am 04.Mär.2011 | 08:25 Uhr

Grebs | Der Unmut wächst bei den Anwohnern in der Grebser Lindenstraße über den Stillstand beim Gehwegbau in der Lindenstraße, während die Bauarbeiten für einen Einkaufsmarkt nur wenige Kilometer Luftlinie entfernt in Heiddorf auf vollen Touren laufen. Dort wissen Planer wie Handwerker um den Zeitdruck bis zum Eröffnungstermin zu Herbstbeginn. Der private Investor besteht auf die Planungsvorgaben. In Grebs hingegen steht Bäckerei-Inhaberin Maxi Sperling mit ihrem Sohnemann auf dem behelfsmäßigen Zugang zum Familienbetrieb und schaut auf die ruhende, kommunale Baustelle - seit vergangenem Herbst ein Behelf aus verfestigtem Erdreich. Auch vor den anderen Grundstücken auf der Straßenseite das gleiche Bild. Sauberen Fußes und ohne Sturzgefahr bis zur Haustür zu gelangen, das bleibt weiterhin ein Wunsch.

Das Erdreich muss erneut ausgekoffert werden

Auch Bürgermeister Detlef Schranck und seine Gemeindevertreter sind verärgert über den Stillstand. Die gesamte Baumaßnahme sollte eigentlich bereits vor dem Weihnachtsfest im vergangenen Jahr abgeschlossen gewesen sein. Davon sei man im Gemeindegremium anhand der Bauausschreibungen ausgegangen, monierte gestern Schranck.

Doch es entwickelte sich alles anders, insbesondere langwieriger. Bereits bei der Absicherung der Baustellen kam es zu Komplikationen, so dass der Bürgermeister sich gezwungen sah, dort selbst für öffentliche Sicherheit zu sorgen (SVZ berichtete).

Das Verlegen mehrerer Versorgungsleitungen verzögerte sich weiter, den Anwohnern blieb keine Wahl. Der Winter überzog die Baustelle mit Frost und Schnee. Der Gehweg besteht nun nur noch aus umgewühlten Erdreich und behelfsmäßigen Grundstückszufahrten. Ohne die, wäre aber wohl das Chaos in der Lindenstraße ausgebrochen: Parken auf dem Seitenstreifen gegenüber der Gehwegbaustelle ist verboten. Das gilt auch für Gäste einer Diskothek in der Lindenstraße, die mit dem Auto zum Abfeiern kommen. Die lösen dieses Problem auf unkonventionelle Weise. Es wird dort geparkt, wo Platz ist.

Nachdem in den vergangenen Wochen die Wemag-Versorgungsleitungen verlegt und wieder mit Erdreich gegen den Frost zugeschüttet wurden, muss nun der gesamte Erdboden wieder ausgekoffert und abgefahren werden. Erst danach könne eine neue Füllung mit der vorgeschriebenen Mischung eingebracht und mit dem Bau des Gehweges begonnen werden, blickt Schranck hoffnungsvoll voraus. Mittlerweile habe er offiziell bei der damit beauftragten Baufirma über den weiteren Werdegang anfragen lassen. "Kommenden Montag soll es losgehen", lautete von dort die Antwort. Von der Schweriner "Tief- und Kulturbau GmbH (TuK) war gestern keine Stellungnahme zu erhalten, bat ein TuK-Mitarbeiter um Verständnis. "Der zuständige Bauleiter befinde sich im Urlaub, sei Montag erst wieder zu sprechen.


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