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Ferien- und Seminaranlage an der Dresenower Mühle startet : Das Seedorf erwartet die ersten Gäste

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Das Anneliese Pohl Seedorf startet in die Saison: Am kommenden Wochenende werden in der Ferien- und Seminaranlage am Plauer See die ersten Gäste erwartet. Ser ehemalige Schandfleck ist nicht mehr wiederzuerkennen.

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erstellt am 26.Jun.2011 | 04:50 Uhr

Ganzlin | Das Anneliese Pohl Seedorf startet in die Saison: Am kommenden Wochenende werden in der Ferien- und Seminaranlage am Plauer See die ersten Gäste erwartet. Nach elf Monaten Bauzeit ist der ehemalige Schandfleck am Plauer See nicht wiederzuerkennen: Auf 14 Hektar ist ein Feriendorf der Extraklasse entstanden. 20 Millionen Euro hat die Deutsche Vermögensberatung AG (DVAG) in das Projekt investiert. Deren Gründer und Vorstandsvorsitzender Dr. Reinfried Pohl hat die Anlage nach seiner verstorbenen Frau benannt. Das Feriendorf ist Teil der von der DVAG ins Leben gerufenen Vila Vita Hotelgruppe. "Mit dem Anneliese Pohl Seedorf haben wir eine in jeder Hinsicht moderne und umweltfreundliche Hotelanlage und zugleich einen touristischen Anziehungspunkt in dieser wunderschönen Gegend errichtet", sagt Dr. Pohl. Das sehen wohl auch die Gäste so: Ob Familien oder Geschäftsleute - viele zieht es an den Plauer See. "Wir sind vom 2. Juli an bis Ende Oktober ausgebucht", sagt Bert Jandl, Geschäftsführer der Vila Vita Pannonia.

Um das Wohl der Gäste werden sich Hoteldirektor Kai Laude und sein 60-köpfiges Team kümmern. "99 Prozent der Mitarbeiter sind aus der Region. Darauf sind wir stolz", sagt Jandl. Nicht nur als Arbeit- sondern auch als Impulsgeber will sich das Seedorf künftig einbringen. "Unser Augenmerk liegt darauf, die Region mit einzubeziehen. Wir wollen die Wirtschaftlichkeit hier fördern. Wir sind keine Konkurrenz für bestehende Betriebe. Wir wollen sie unterstützen", betont Jandl. Da das Anneliese Pohl Seedorf Teil der umfangreichen Vila-Vita-Hotelkette ist, wird es auch international vermarktet. Davon soll der Tourismus vor Ort profitieren. Dass dem so sein wird, davon ist Ganzlins Bürgermeister Jochen Koch überzeugt: "Diese Anlage wird unser Amt bereichern", sagt er. Koch hatte sich jahrelang beharrlich für eine effektive Nutzung der Dresenower Mühle stark gemacht. Mit Erfolg: 160 Betten hat das neue Feriendorf bereits. "Aber wir wollen noch nachrüsten", erklärt Bert Jandl. Für bis zu 300 Betten sei die Anlage konzipiert. "Je nachdem, wie der Erfolg der Anlage fortschreitet, wird weiter ausgebaut", fügt Kai Laude hinzu.

Die Architektur des Feriendorfes spiegelt den landestypischen Baustil wider. Die von Holz und warmen, harmonischen Farben dominierten Appartementhäuser und Tagungsräume überzeugen mit gastfreundlicher Atmosphäre. Mehr noch: Sie punktet mit ihrem Konzept. "Ich glaube, die Gäste werden zukünftig auf Nachhaltigkeit setzen", sagt Jandl. Deshalb wurde die Anlage nach aktuellsten ökologischen und ökonomischen Richtlinien erbaut. Das Seedorf ist als autofreie Siedlung konzipiert. Ein Wirtschaftshof mit Hackschnitzel- und Pelletanlage gewährleistet die Wärmeversorgung. Das Seedorf setzt zudem auf Naturnähe. Viele Grünflächen, integrierter Baumbestand und die aufgewertete - wenn auch künftig gebührenpflichtige - Badestelle machen den Charme der Anlage aus. Die Umsetzung eines Projektes dieser Größenordnung - gerade, was den Naturschutz in einer solch sensiblen Gegend wie dem Plauer See betrifft - sei nicht immer leicht, sagt Jandl. "Aber wir haben für alles, was wir der Natur sichtbar genommen haben, etwas zurück gegeben", sagt er. Es habe zahlreiche Ausgleichsmaßnahmen gegeben, ergänzt Kai Laude. So sind beispielsweise spezielle Quartiere zum Schutz der heimischen Fledermäuse errichtet worden. Doch auch die Gäste kommen nicht zu kurz: Spielflächen, ein Hochseilgarten, ein Reitstall, Tennis-, Beachvolleyball- und Fußballplätze sowie die Möglichkeit zum Bogenschießen oder Natur-Minigolfen sind entstanden.

Von der umfangreichen Ausstattung, die zum großen Teil auch öffentlich nutzbar sein wird, konnten sich jetzt schon einmal die Einwohner der Region überzeugen. Doch nun startet der Endspurt: Letzte Handgriffe stehen an. "Wir haben noch ein paar Tage, um die Anlage richtig flott zu machen", sagt Kai Laude. Ab dem Wochenende dann können die ersten Gäste im Anneliese Pohl Seedorf ihren Urlaub genießen.

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