zur Navigation springen
Lokales

21. August 2017 | 12:17 Uhr

Das Petriviertel nimmt Gestalt an

vom

Stadtmitte | Auf einer 15 Hektar großen Fläche zwischen Altstadt und Warnow entsteht eines der ehrgeizigsten Städtebauprojekte in Rostock: das Petriviertel. Einen Einblick in die konkrete Gestaltung der Straßen und Gräben hat die Rostocker Gesellschaft für Stadterneuerung und Stadtentwicklung (RGS) dem Orstbeirat Stadtmitte schon gegeben. "Das ganze Viertel wird einen modernen Charakter haben", sagt Planer Ralf Schinke von der RGS. Danach habe man sich auch bei der Bauweise der Straßen gerichtet.

Natursteine pflastern den Weg durch Klein-Venedig

Graue Fahrbahnen, abgesetzt mit anthrazitfarbenen Parktaschen sowie hochwertige Betonsteine sind geplant. "Natürlich sorgen wir auch für Grün. Zwischen den einzelnen Quartieren werden wir Bäume pflanzen", so Schinke. Außerdem sind vor den Häusern zwei Meter breite Vorgärten vorgesehen. Maximal vier Geschosse sollen die Gebäude mit flachen Dächern haben, in den Hinterhöfen nur zwei. Insgesamt sollen bis zu 600 Wohnungen im Viertel entstehen. Schinke erklärte dem Beirat, dass es für drei der Quartiere bereits Bewerber bei der Stadt gebe. Rostock hat die Entwicklung des Gebiets komplett in der Hand. "Wir hoffen, dass wir bis Mitte 2011 auch die kleineren Grundstücke privatisieren können", sagt Schinke.

Die Baufelder liegen rechts und links der Stichstraßen, die von der Hauptachse, der Neuen Warnowstraße, aus in Richtung Osten abgehen. Parallel zur Nord-Süd-Verbindung verläuft der Hauptgraben. Kleine Brücken sind zur Überquerung nötig. Entlang der Warnow soll ein Fußweg die Verbindung zum Wasser herstellen. Auch im Herzen des neuen Wohngebiets sollen Gräben für das charakteristische Flair von "Klein Venedig" sorgen. Der historische Gerberkanal wird wieder zum Leben erweckt. "Leider können wir den Originalkanal nicht öffnen und sanieren, obwohl Teile davon erhalten sind", sagt Schinke. Das Problem: 1960 wurde der Graben zugeschüttet und anschließend die Straße angehoben. Ein Absenken ist nicht mehr möglich. "Wir haben dort eine diffuse und unklare Gründungssituation vorgefunden", sagt der RGS-Planer. Doch das Viertel, das durch den Hauptgraben von der Altstadt getrennt ist, soll nicht isoliert wirken. Dafür sorgt unter anderem die Pflasterung mit Natursteinen, die aus dem oberhalb liegenden Gebiet fortgeführt wird.

Das Gebiet steht ganz oben auf Rostocks Prioritätenliste für 2011. Insgesamt sollen 20 Millionen Euro Städtebaufördermittel in die damit verbundenen Projekte fließen. Davon werden unter anderem die Erschließung der kleineren Stichstraßen, die Versorgungsleitungen sowie die Straßen Fischerbruch und Gerberbruch bezahlt. Auch die Entstehung des Hauptgrabens östlich der Stadtmauer wird teilweise davon bezahlt. Mit der Planung der Hauptverkehrsader Neue Warnowstraße wurde bereits 2009 begonnen. Hierfür sind auch EU-Gelder geflossen.

zur Startseite

von
erstellt am 21.Sep.2010 | 08:23 Uhr

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen