Das Perfekte Azubi-Dinner

Mathias Schröder  zerlegt ein Wildschwein vor den Augen der Jurymitglieder Gordon Steinke (r.) und Klaus Lindner.jacques kommer (3)
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Mathias Schröder zerlegt ein Wildschwein vor den Augen der Jurymitglieder Gordon Steinke (r.) und Klaus Lindner.jacques kommer (3)

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25. Januar 2010, 08:52 Uhr

Wittenberge | Bei den 11. Prignitzer Jugendmeisterschaften in den gastgewerblichen Berufen traten am Samstag acht Köche und eben so viele Restaurantfachmänner- und -frauen gegeneinander an. 64 Gäste konnten sich im Restaurant "Alte Zellwolle" in Wittenberge abends von den Leistungen der Auszubildenden des zweiten und dritten Lehrjahres überzeugen, unter ihnen der Präsident der DEHOGA Brandenburg, Mario Kade.

"Sie waren voll des Lobes über den Service und die Kochkünste", schwärmte Bodo Rückschlag, Prignitzer Geschäftsführer der DEHOGA. Ein verdientes Lob, denn zu diesem Zeitpunkt hatten die Azubis bereits einen Prüfungsmarathon absolviert. Bis zum Abend mussten die künftigen Kellner unter anderem Crêpes flambieren, Fische filietieren, Tische eindecken und dekorieren, während ihre Kollegen in der Küche am Herd standen.

Mandy Düsing flambierte Crêpe. Ihr fiel es sichtlich leicht. Wieselflink hantierte sie mit Kelle, Cognac und Pfanne, danach brutzelten die Crêpes in einer leuchtend blauen Flamme. Das sah nicht nur gut aus - das schmeckte hinterher auch gut, wovon sich die Jury-Mitglieder Jeanette Kugler und Ralph Eckhold selbst überzeugten. "Mit das Wichtigste bei der Zubereitung des Crêpes ist, dass der Zucker nicht anbrennt und schwarz wird" , erklärt Jeanette Kugler.

Ähnlich geschickt stellte sich auch Koch-Azubi Mathias Schröder an. Gekonnt zerlegte der Weisener das Fleisch eines Wildschweins. "Dabei darf nichts auf den Knochen hängen bleiben", sagte Jury-Mitglied Klaus Lindner. Mathias Schröder hat aber bereits Übung: "Zuhause koche ich gerne und oft Wildschweinbraten. Das ist in meinem Bekanntenkreis immer der Renner."

Bei den von den Köchen zubereiteten Menüs, das die Jury am Ende mit verbundenen Augen kostete, kam es in erster Linie auf den Geschmack an, wie Wettbewerbsleiter Holger Stahl, erster Vorsitzender des Vereins Prignitzer Köche, verriet: "Es ist nicht das Wichtigste, wie das Gericht aussieht. Zwar isst auch das Auge mit, wenn es aber nicht schmeckt, ist alles für die Katz gewesen."

Die Prignitzer Jugendmeisterschaften wurde von der DEHOGA Prignitz, dem Prignitzer Köcheverein und dem Verband der Serviermeister ins Leben gerufen. "Wir wollen, dass der Wettbewerb Spaß macht, die Azubis sind auch so schon aufgeregt genug", bekräftigte Bodo Rückschlag. Vergeben wurden Pokale und Sachpreise, wie zum Beispiel Beispiel Karten für ein Open Air Konzert, für die Elblandfestspiele, wertvolle Bestecke und edle Kochbücher. Finanziert wurde der Wettbewerb von verschiedenen Sponsoren.

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