Das neue grüne Herz von Kogel

<strong>Norbert</strong> Rethmann
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Norbert Rethmann

svz.de von
11. Juli 2010, 07:53 Uhr

Kogel | Bei brütender Hitze ist am Sonnabend eines der wichtigsten ökologischen Projekte der Region nach aufwändigem Um- und Neubau eröffnet worden. Die Biogasanlage vom Kogel ist nicht nur ob ihrer Größe und Leistung von Bedeutung, die Gesamtanlage geht in vielen Bereichen weiter als andere Objekte.

Einen großen Bahnhof gab es am Sonnabend, nicht nur die offiziellen Gäste waren willkommen. Die zur Rethmann-Gruppe gehörende Re-Food GmbH hatte alle aus der Umgebung zugleich zu einem großen Fest eingeladen, schließlich sollte alle auch sehen, wo die 6,2 Millionen Euro Investitionsmittel geblieben sind.

Dass es sich um einen Vorzeigebetrieb handelt, war dann nach langen Reden beim Rundgang trotz der 40 Grad im Schatten auch für den Laien erkennbar. Kogel ist eine der wenigen Biogasanlagen im Land, die ausschließlich mit Speiseresten betrieben wird, bis zu 40 000 Tonnen im Jahr können verarbeitet werden. Mit den installierten Generatoren mit einer Leistung von zwei Megawatt lassen sich unter Volllast 16 Millionen Kilowattstunden erzielen.

Schon allein das bringt dem Unternehmen Lob der Landesregierung ein, wie die Vertreterin des Umweltministeriums sagte: "Die Anlage in Kogel verkörpert das, was sich die Abfallpolitik des Landes auf die Fahnen schreibt." Kogel produziert derzeit ein Fünftel des Stromes aus biogenen Stoffen des Landes. Doch das System kann mehr. Es nutzt die anfallende Abwärme z. B. für die Hygienisierung der Speisereste, und Kogel steht auch für massenhafte Aufarbeitung von Altfetten. Bei alldem wird der Sicherheitsaspekt nicht unter dem Teppich gekehrt. Unvergessen ist der 22. Mai 2008 als ein Brand in der alten Anlage ausbrach. Ursache war, wie sich später herausstellte, ein auf einen Behälter geworfener Brandsatz. Auch bei Bränden schließen sie Experten eine Explosionsgefahr aus, dafür seien die Drücke in den Behälter zu gering und die Sicherheitsvorkehrungen zu groß.

Mit der neuen Anlage, die täglich von Lkw aus ganz Norddeutschland angefahren wird, hat sich auch ein wichtiger Arbeitgeber etabliert. Gegenwärtig arbeiten 50 Menschen für den Kogeler Betrieb, ihre Zahl soll in den kommenden Monaten noch steigen. Die Verantwortung für die Region betonte auch Norbert Rethmann. Nicht zuletzt dokumentierte das Unternehmen das auch mit dem Volksfest, der Zusammenarbeit mit der Gemeinde und einer mehr als beachtlichen 2000-Euro-Spende für die Kita "Kleine Strolche".


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