Das leckere Vier-Gang-Menü

Stephanie Kasten (Mitte), Benjamin Brüning, Susann Schröder
Stephanie Kasten (Mitte), Benjamin Brüning, Susann Schröder

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02. Dezember 2009, 09:51 Uhr

wittenberge | Eine Terrine von Zander und Jakobsmuscheln, dazu lauwarmer Möhren-Fenchel-Salat und Dillschaum: Wie wäre es mit einer solchen Vorspeise, der als zweiter Gang eine Perlhuhnkraftbrühe mit Kräutercrêpe roulade und Gemüsewürfel folgen kann? Diesem leckeren Zwischengang schließt sich das Hauptgericht mit Lammrücken im Apfelmantel mit Thymianjus und winterlichen Gemüsevariationen an. Wer dann noch nicht satt ist, kann zum Nachtisch in einen Dialog von Schlehe, Schokolade und Chili, einem Tartelett mit Frischkäse und karamellisierten Birnen treten. Läuft einem da nicht das Wasser im Mund zusammen?

Die Schöpfer dieser kulinarischen Kreationen lernen am Oberstufenzentrum Prignitz in Wittenberge. Sie wollen Koch werden. Stephanie Kasten (3. Lehrjahr, Ausbildungsbetrieb Lucullus GmbH), Benjamin Brüning (2. Lehrjahr, Landgasthof Dahse), Susann Schröder (1. Lehrjahr, Motel Quitzow) belegten gemeinsam mit dem als Ersatzmann tätigen Patrick Konschak (ebenfalls erstes Ausbildungsjahr, Haus am See Lenzen) mit dem beschriebenen Vier-Gänge-Menü bei den sehr guten vierten Platz bei den 4. Berufsschulmeisterschaften Berlin-Brandenburg (der "Prignitzer" informierte bereits kurz).

Der Weg in die Küche in Teltow, wo die Hiesigen mit den fünf weiteren Teams vor den Augen einer gestrengen Jury um die Wette kochen mussten, führte über mehrmonatige theoretische Vorbereitungen. Stephanie Kasten zählt auf, was die jungen Leute gemeinsam mit den sie unterstützenden Fachlehrern am OSZ, Andreas Warmus und Annegret Sommer, schon für den Vorausscheid vorlegen mussten: die Kochanleitung für jede Komponente, die Nährwerttabellen, Rezepturen und Kalkulationen.

Das Oberstufenzentrum beteiligte sich zum ersten Mal an diesem Berufswettbewerb. "Wir sind richtig stolz auf das Abschneiden unserer Kochazubis", sagt Astrid Dahse, am OSZ zuständig auch für diese Ausbildungsrichtung. Sie weiß, wie viele Stunden die jungen Leute, ihre Fachlehrer und die Vertreter aus dem Prignitzer Köcheverein, Holger Stahl und Manuela Peters, in der OSZ-Lehrküche standen und trainierten. "Was dann auf die Teller kam, war ganz erstklassig", schwärmt Astrid Dahse. Sie gehörte zu jenen, die an dem Probeessen teilnahmen, mit dem die angehenden Köche sich auf den Wettbewerb vorbereiteten.

"Jeder Handgriff musste exakt sitzen. Wir hatten viereinhalb Stunden Zeit für unser Menü. Wenn wir da noch lange überlegt und experimentiert hätten, dann wäre das überhaupt nicht zu schaffen gewesen", erzählt Stephanie. Und lachend fügt sie an: "Wir hatten nicht mal die Zeit, um aufgeregt zu sein."

Ein ganz wenig traurig sind die Wittenberge OSZ-Vertreter, dass sie nur um einen Punkt den dritten Platz verfehlten. Aber vielleicht klappt es ja im nächsten Jahr noch besser. "Es war ein Beginn, den wir fortführen werden", ist sich Astrid Dahse sicher und sie hebt die logistische Unterstützung hervor, die die Schule hatte. Die Lucullus GmbH sorgte für den Transport sämtlicher Kochmaterialien und stellte Gerätschaften zur Verfügung. Bei den Metallbauern im BBZ entstand eine spezielle Backform.

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