Optimismus : „Das ist mein zweites Leben“

Glücklich, dass sie sich zurück ins Leben gekämpft hat, ist Corinna Lindequist. Hier: vor ihrer früheren Adresse in Warnemünde.
Glücklich, dass sie sich zurück ins Leben gekämpft hat, ist Corinna Lindequist. Hier: vor ihrer früheren Adresse in Warnemünde.

Corinna Lindequist hat sich nach Unfall wieder aus dem Rollstuhl gekämpft

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08. März 2015, 12:30 Uhr

17 Jahre lang hat Corinna Lindequist in Warnemünde gelebt. Dann wollte die Frau mit der kreativen Ader im März vor einem Jahr mit ihrem Freund Stefan nach Spanien auswandern und dort ein neues Leben beginnen. Der Traum vom Neuanfang und der Hochzeit am 7. Juli 2014 endete, bevor er überhaupt begonnen hat: Auf dem Weg hatte das Paar einen folgenschweren Unfall in der Nähe von Heilbronn, bei dem Stefan ums Leben gekommen ist und die junge Frau selbst schwer verletzt wurde und längere Zeit im Koma gelegen hat. Mit den Eltern ihres tödlich verunglückten Freundes war sie jetzt zu Gast in Warnemünde.

„Sie hat sich tapfer ins Leben zurück gekämpft“, sagt Jörg Drenkhahn aus Warnemünde. Über Monate war die junge Frau, die zuletzt in der Friedrich-Franz-Straße in dem Backsteinhaus vom Foto gelebt hat, auf den Rollstuhl angewiesen. Mit großer Anstrengung hat sie wieder laufen gelernt.

„Ich fange quasi ganz neu an, das ist mein neues Leben“, sagt Corinna Lindequist, die Teile des schrecklichen Geschehens vergessen hat. Als sie gestern in Warnemünde unterwegs gewesen ist, gab es hier und da große Wiedersehensfreude. Gerade, wo sie gelebt hat. Beim Surfladen und dem Wäschegeschäft der Plessentins. Auch Hansi und Billi Parczyk traf sie – ein freudiges Wiedersehen. Wie alles kommt, ist noch offen. Wenn es die Gesundheit zulässt, möchte sich Corinna im kommenden Jahr an einer Kunstschau beteiligen. Die Warnemünder Freunde von damals wollen die 37-Jährige unterstützen.

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