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Lokales

22. September 2017 | 19:03 Uhr

Das Image aufpolieren

vom

svz.de von
erstellt am 22.Jun.2010 | 07:52 Uhr

Prignitz | Erfolg für den Wachstumskern: Das Wirtschaftsministerium hat Perleberg-Wittenberge-Karstädt bis 2012 Projektmittel aus dem Regionalbudget von jährlich 150 000 Euro bewilligt. Das bestätigte gestern Uwe Büttner, Geschäftsführer der Wirtschaftsfördergesellschaft Prignitz (WFG), gegenüber unserer Zeitung. Eine mündliche Zusage gebe es bereits, der schriftliche Zuwendungsbescheid stehe noch aus. Damit wolle der RWK beginnend in diesem Jahr mehrere Projekte umsetzen. Erfolgreicher Antragsteller war die geschäftsführende Gemeinde Perleberg mit Bürgermeister Fred Fischer.

"Fachkräftesicherung und Innovationsförderung sowie Imagewerbung", umreißt Büttner die wichtigsten Ziele. In einem ersten Schritt sollen zu Schuljahresbeginn Schüler zu ihren beruflichen Wünschen befragt werden. "Uns interessiert, welche Erwartungen sie haben, wollen sie in der Region bleiben oder wegziehen und welche Ansprüche sie sowohl beruflich als auch privat an ihren Lebensort stellen", sagt Büttner. Die Untersuchung knüpfe an bisherige Unternehmensbefragungen an, die Landkreis und WFG mit dem Ziel der Fachkräftesicherung durchführten. Schule und Wirtschaft sollen weiter miteinander vernetzt werden.

Profitieren könnten auch die hiesigen Fremdenverkehrsanbieter, denn der Tourismusverband ist mit im Boot, wie dessen Geschäftsführer Uwe Neumann bestätigt. Unter anderem möchte er weitere regionale Märkte erschließen, beispielsweise Veranstaltungen jenseits der bisher besuchten Reisemessen wahrnehmen.

Im nächsten Jahr stehe erneut die Vergabe des Qualitätskriteriums "Prignitzer Gastlichkeit" an. Vorstellbar sei, die zertifizierten Häuser besser als bisher zu vermarkten, so Neumann. Als dritten Punkt nennt er Radrundwege. "Diese möchten wir parallel zu dem bestehenden und gut ausgebauten Fernradwegenetz entwickeln", sagt Neumann. Welche Projekte umsetzbar und über das Regionalbudget förderfähig sind, müsse in den nächsten Tagen mit dem RWK und dem Vorstand des Tourismusverbandes besprochen werden.

Mit den Projektmitteln möchte Uwe Büttner ferner Standortmarketing betreiben, insbesondere für das Gewerbegebiet Falkenhagen und den Wittenberger Hafen. Kernthema sei, die Region als Logistikstandort zu vermarkten. "Mit den Fördermitteln können wir Messeauftritte finanzieren." Büttner denkt dabei an die weltgrößte Transport-Logistik-Messe 2011 und erinnert daran, dass dort die Idee zum Wittenberger Binnenhafen geboren wurde, der mittlerweile einen kontinuierlichen Flüssigkeitsumschlag vorweisen kann.

Die Ausweitung der Imagewerbung über die drei Kommunen des RWK hinaus, soll den Kreis stärken. Damit komme der RWK seiner Verantwortung für die gesamte Region nach, so Uwe Büttner.

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