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Alter Streit im Landkreis beigelegt : Das Ende der breiten "Kuchenbleche"

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Gute Nachricht für viele Biker der Region: Minimal 20 statt der bisherigen 28 Zentimeter Breite wird den Motorradfahrern wohl ab kommenden Frühjahr bei ihren Nummernschilder zugestanden.

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erstellt am 26.Jan.2011 | 08:21 Uhr

Berlin/Ludwigslust | Minimal 20 statt der bisherigen 28 Zentimeter Breite wird den Motorradfahrern wohl ab kommenden Frühjahr bei ihren Nummernschilder zugestanden. Die gute Nachricht für Tausende Biker der Region kommt aus Berlin, vom Bundesverkehrsministerium. Sprecher Ingo Strater bestätigte auf Nachfrage unserer Redaktion, dass ein solcher Erlass in Vorbereitung sei. Um die neuen, kleineren Schilder zu bekommen, werde die Fahrzeug-Zulassungsverordnung entsprechend geändert. Das Bundesverkehrsministerium hat hierzu mit den Ressorts, Ländern und Verbänden einen Gesetzentwurf erarbeitet.

Fachdienstleiter Günter Kremer, Chef der Zulassung für Schwerin und den Landkreis Ludwigslust, bestätigte die Entwicklung, der Landkreis werde sich auf die neue Lage einstellen. Genaue Termine konnte Kremer noch nicht nennen. Er selbst finde es überflüssig, nun extra für die Motorräder eine neue Klasse von Kennzeichen zu etablieren. Kremer, der ein überzeugter Verfechter der alten, großen Schilder ist, hätte sich jetzt lieber dafür entschieden, den Motorradfahrern die noch kleineren Mopedkennzeichen zu geben.

Die Höhe von 20 Zentimetern bleibt, dafür können die Schilder nun 18, 20 oder 22 Zentimeter breit sein. Das hängt ausschließlich vom Anfangsbuchstaben des Kennzeichens ab, die ganz schmale Variante wird nur für Kennzeichen aus großen Städten mit einem Buchstaben wie "B" oder "L" möglich sein. Für "SN" gibt es die Zwischengröße. "LWL" bleibt bei der breiten Variante. Doch selbst die wird im Vergleich zu der bisherigen Regelung sechs Zentimeter schmaler. Die neuen Kennzeichen werden drei Zeilen haben. Oben die Buchstaben der Stadt oder des Landkreises, in der zweiten Zeile stehen die nötigen Plaketten oder die Saisonzulassung, in der unteren Zeile folgt dann der Rest des Kennzeichens.

Hans Barner, Chef des Hagenower Harley-Chapters konnte seine Genugtuung über die kleinen Schilder kaum verbergen. Barner hatte im Jahr 2009 zu den Wortführern im Streit mit dem Landkreis gehört. Damals hatte Kremer als Chef der Zulassungsstelle mit Druck die größeren Schilder durchgesetzt und sich auf die vorgeschriebene Schriftgröße und Abstände berufen. Es entspann sich eine heftige öffentliche Situation, in der sich sogar Landrat Christiansen genötigt sah, seinen Fachdienstleiter Kremer zu verteidigen. Barner: "Wir waren damals sehr enttäuscht von unseren Politikern der Region, doch wir haben einfach weitergemacht, den Kontakt zum Bundestag und zu anderen Entscheidern gesucht. Am Ende ist es wohl auch unseren Widersprüchen zu danken, dass das Thema in Berlin auf die Tagesordnung kam und nun auch umgesetzt wird." Im Landkreis Ludwigslust sind ca. 5200 Motorräder zugelassen, in der Landeshauptstadt Schwerin sind noch einmal gut 1800 Maschinen.


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