Danone feiert mit seinem Hagenow

<strong>Dicht</strong> gedrängt und entsprechend gekleidet sahen sich die Besuchergruppen im Hagenower Danone-Werk um. <fotos>Mayk Pohle</fotos>
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Dicht gedrängt und entsprechend gekleidet sahen sich die Besuchergruppen im Hagenower Danone-Werk um. Mayk Pohle

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11. Juli 2010, 07:45 Uhr

Hagenow | Es kommt nicht so oft vor, dass das Hagenower Danone-Werk seine Tore für eingeladene Gäste öffnet, entsprechend groß ist das Interesse. So war es auch am Sonnabend zum Jubiläumsfest, zu dem Hunderte kamen. Auch wenn der Anlass die 20-jährige Zugehörigkeit zum Danone-Konzern war, so ist das Werk an traditioneller Stelle doch auch ein wichtiger Hagenower Betrieb geblieben, tief verwurzelt in der Stadt und in der Region. Und die nach Hunderten zählende Gästeschar vom Sonnabend ist auch stolz auf das, was in dem von außen so unscheinbar wirkenden Gelände passiert. Hagenow ist die Heimat der nicht nur bundesweit so erfolgreichen Fruchtzwerge, die es am Sonnabend natürlich auch zu probieren gab.

Werksleiter Nils Rosenbaum war auch bei der Hitze der Freude über seine Mannschaft und das Erreichte anzumerken, vor allem bei den gut organisierten Firmenführungen. Er, der seit 2008 die Geschicke in Hagenow führt, ist stolz auf den Erfolgskurs der Fruchtzwerge: "In Deutschland werden jede Minute 600 Becher gegessen, vorwiegend von Kindern, aber auch von Erwachsenen. Das Produkt gibt es schon seit 20 Jahren und wir entwickeln die Rezeptur wissenschaftlich weiter. Unsere Mannschaft in Hagenow tut alles, um die Qualität zu gewährleisten."

Gut 80 Mitarbeiter hat das Unternehmen derzeit, verarbeitet werden 75 Millionen Liter Milch im Jahr. Die meisten der Lieferanten kommen aus dem Umfeld und können sich über garantierten Umsatz freuen. Ungeachtet der Produktion und den extrem strengen Hygiene- sowie Sicherheitsanforderungen achtet das Hagenower Werk im Danone-Verbund auch auf seine Umweltbilanz. Erst vor kurzem wurde sichergestellt, dass der benötigte Strom zu 100 Prozent über Wasserkraft gewonnen wird.

Doch am Sonnabend ging es im Beisein von Bürgermeisterin und Landrat nicht nur um Erfolge oder möglicherweise steigende Gewerbesteuern, es ging um ein richtiges Hagenower Fest, in dem viele eingebunden waren. Ihren Auftritt hatte viele Tanzgruppen, für einen pausenlosen Getränkenachschub sorgte ein engagiertes Kellnerinnenteam aus Kirch Jesar. Vor allem für die Kinder wurde viel geboten und spürbar war bei allen die Neugier auf das, was da bei Danone so passiert.

Die internationale Danone-Gruppe mit Sitz in Paris gehört nach eigener Auskunft zu den weltweit größten Unternehmen der Lebensmittelbranche und bezeichnet sich als führend im Milchfrischemarkt. Das Unternehmen ist in 120 Ländern der Welt vertreten, beschäftigt 76 000 Mitarbeiter und hatte 2009 einen Umsatz von 14,98 Milliarden Dollar.

Der Betrieb in Hagenow geht zurück auf den Molkereibetrieb von 1892, zu DDR-Zeiten gehörte der Betrieb zum Kombinat Milchwirtschaft. "1990, nach der Umwandlung in die Milchwerke Hagenow GmbH übernahm die damalige Gervais AG (heute Danone GmbH) das Werk zunächst als Tochtergesellschaft und startet dort zwei Jahre später die Produktion der Fruchtzwerge. Seit 2001 gehört das Unternehmen zur Danone-Muttergesellschaft."

Für die Region ist das Werk eines der größten Milchabnehmer und vor allem ein solider Arbeitgeber.


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