Dank mit Blumen und Papierschiffchen

Der Mastenwald lichtet sich, der Abbau der zünftigen Kulisse des maritimen Spektakels war gestern in vollem Gange. Bei der Auswertung der ereignisreichen Tage gab es für die Sail-Organisatoren und Helfer Blumen und Papierschiffchen als Dankeschön.

von
11. August 2009, 09:06 Uhr

Rostock | Über "ein tolles Fest" freut sich Rostocks Oberbürgermeister Roland Methling in der Auswertungsrunde, ehe sich die Heinzelmännchen und -mädchen zum bereits traditionellen Gruppenbild stellen - diesmal auf dem schwedischen Dreimastschoner "Ingo" aus Göteborg. Stellvertretend für alle 250 Helfer bekommen Inka Nows, Dörte Sander und Nadine Zwar gestern Blumensträuße überreicht. Und der Mitteldeutsche Modellverlag dankt auf seine Weise mit Darstellungen der Haikutter und der Verkehrszentrale aus Papier.

Methling wertet das diesjährige Hafenfest als eine gelungene Generalprobe für die 20. Jubiläumssail. Gegen den Trend waren der Besucherandrang groß, die Ausfahrten gut gebucht und auch die Händler nicht unzufrieden. Nach Nebel, Sturm und Kälte steuerte in diesem Jahr Petrus maßgeblich zum Gelingen der Sail bei. Insbesondere das Engagement der 180 Betreuer der Schiffe findet bei den Skippern großen Anklang. Durch den tödlichen Unfall wird der Glanz der Tage ein wenig überschattet. Da die Ermittlungen noch laufen, halten sich sowohl Roland Methling als auch Holger Bellgardt mit Spekulationen zu den Ursachen zurück. Sie machen allerdings deutlich, dass auf der Bühne das Programm schon beendet war und kein großes Gedränge mehr herrschte. Bei dem dichten Schiffsverkehr gab es einige Blessuren. So kollidierten zwei Boote mit Außenborder im Warnemünder Fahrwasser. Und der 3-Mast-Toppgaffelschoner "Eendracht" hatte Pech, dass beim Anlegemanöver die Maschine ausfiel und er ungebremst ins "Päckchen" krachte. Während von draußen der akustische Abschiedsgruß des Dampfeisbrechers "Stettin" in den Sitzungsraum dringt, sind dort die Gedanken auch schon bei dem bevorstehenden Ereignis. Vom 5. bis 8. August ruft 2010 die 20. Hanse Sail. In diesem Zeitraum ist das Gros der Segelschiffe zu internationalen Regatten in die Nordsee geladen. Von Kristiansand mögen aber ja nicht alle gleich Kurs auf Hartlepool in England nehmen, hofft Bellgardt. Seine Crew muss beizeiten die Werbetrommel rühren. Beim Aufbau des neuen Dreimast-Toppsegelschoners "Goldener Löwe" in Holland, der im Mai kommenden Jahres in Dienst gestellt wird, ist Rostock als Partner schon im Boot. Dass eine gute Abstimmung möglich ist, belegt der Sail-Chef am Beispiel der 3-Mast-Bark "Lord Nelson", die von Rostock mit Behinderten auf einen 14-Tage-Törn zur Delf-Sail ins holländische Delfzjil segelte.

2010 wird der Platz an den Kais trotz neuer Anlegemöglichkeiten am alten Neptunwerftareal knapper. Während der Sail-Tage sind mehrere Kreuzliner angekündigt. In den Stadthafen wird in den nächsten Tagen der Eisbrecher "Stephan Jantzen" vom Werftbecken zum Liegeplatz 83 verholt. Auch das Traditionsschiff soll an der Haedgehalbinsel festmachen. Allerdings nur vorrübergehend, so Roland Methling. Er plädiert langfristig für einen Liegeplatz am Kabutzenhof in Verbindung mit der Nutzung der oberen Etage im Neptun-Center.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen