Dank Bundestag nach Tennessee

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12. August 2009, 09:06 Uhr

Rostock (tohi) • Die Rostockerin Phuong Anh Pham Thi (16) steht vor der größten Herausforderung ihres noch jungen Lebens: Morgen früh geht es für sie mit dem Parlamentarischen Patenschafts-Programm (PPP) für ein Jahr nach Waverly in Tennessee (USA). "Ich möchte mich möglichst schnell in meiner Gastfamilie einleben, die Sprache gut beherrschen und die Kultur und das politische System der USA näher kennenlernen", sagt sie.

Phuong wurde als eine von deutschlandweit 360 Kandidaten für das PPP ausgewählt. Ihr abschließendes Vorstellungsgespräch hatte sie bei dem Rostocker SPD-Bundestagsabgeordneten Christian Kleiminger. Den begleitete Phuong als einwöchige Zugabe vor ihrem Austauschjahr in sein Berliner Büro. "Das war mit Abstand mein bestes Praktikum", sagt sie.

Politiker wird sie in den USA aller Voraussicht nach nicht besuchen. "Eher kommen deutsche Bundestagsabgeordnete bei mir vorbei", sagt sie. Trotzdem möchte Phuong sich am Gemeindeleben in Waverly beteiligen und den Amerikanern die deutsche Kultur näher bringen. Kleiminger beschreibt sie als "Botschafterin unseres Landes und der Region Rostock".

Zwei Gastgeschwister in den USADie Entscheidung für die 16-Jährige habe er ganz schnell getroffen, so Kleiminger. Für sie hätten ihr ausgeprägtes Interesse an politischen Zusammenhängen, an Demokratie, Toleranz, Migration und ihre Sprachneugierde gesprochen.

Phuong habe bereits seit der achten Klasse geplant, ins Ausland zu gehen. "Eigentlich ist es zu teuer, deswegen habe ich nach Stipendien gesucht", sagt sie. Gleich die erste von der Suchmaschine im Internet ausgespuckte Seite sei die des PPP gewesen. "Ich dachte zuerst, dass passt nicht", so Phuong. Über ihre jetzige Austauschorganisation Youth for Understanding (YFU) sei sie aber wieder an das Programm geraten. In den USA wartet ihre vierköpfige Gastfamilie schon gespannt auf das neue Familienmitglied. "Sie haben mir gleich, nachdem klar war, dass sie mich aufnehmen, eine E-Mail geschickt", sagt Phuong. So viel weiß sie: ihr Opa ist Apotheker und die Gastmutter kümmert sich um ihren zwölf Jahre alten Sohn und ihre fünf Jahre alte Adoptivtochter. Die Zusage der Familie hat sie vor zwei Monaten erhalten.

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