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Kleine Herde seit März ausgebrochen : Damwild behindert Straßenverkehr

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Autofahrern im Bereich Göhlen, Kummer, Krenzlin kann es dieser Tage passieren, dass sie sich unversehens einer kleinen Herde Damwild gegenüber sehen. Die Tiere stehen auf der Straße und beäugen interessiert ihre Umwelt.

neu krenzlin | Autofahrern im Bereich Göhlen, Kummer, Krenzlin kann es dieser Tage passieren, dass sie sich unversehens einer kleinen Herde Damwild gegenüber sehen. Die Tiere stehen auf der Straße und beäugen interessiert ihre Umwelt.

Was dem Einen als Idylle erscheinen mag, treibt anderen die Sorgenfalten auf die Stirn. Die insgesamt neun Tiere, darunter ein Jährlingshirsch, sind reines Gatterwild, das heißt, sie kennen das Leben auf freier Wildbahn nicht, sind somit auch mit möglichen Gefahren nicht vertraut. Der Besitzer der Tiere, ein Halter aus Neu Krenzlin, und auch der zuständige Jagdpächter Udo Jauert aus Kummer, sind darum nicht besonders erfreut über den unfreiwilligen Zuwachs in den Wäldern der Umgebung.

Gegenwärtig ist Schonzeit, da verbietet sich der gezielte Schuss ohnehin. Aber die Gefahr besonders für den Straßenverkehr ist latent. Jagdpächter Jauert ist von Pontius zu Pilatus gelaufen, um eine zuständige Stelle beim Landkreis zu finden. Untere Naturschutzbehörde - Fehlanzeige. Untere Jagdbehörde - Fehlanzeige, denn bei den ausgebrochenen Tieren handelt es sich ja streng genommen nicht um Wild. Das Veterinäramt aber hat reagiert und die Genehmigung erteilt, die Tiere mit dem Betäubungsgewehr zu fangen. Für Jauert eine schier unlösbare Aufgabe. "Wenn ich die Tiere gesichtet und den zuständigen Tierarzt verständigt habe, das dauert viel zu lange. Inzwischen sind die über alle Berge."

So bleibt bislang offen, wie lange das Damwild noch die Gegend unsicher macht.

Die Tierart gilt als sehr anpassungsfähig. Nach Angaben des Landesverbandes Landwirtschaftlicher Wildhaltung Brandenburg und MV werden in beiden Bundesländern mindestens 2000 Muttertiere gehalten. Damwild in Gattern zu halten, hat eine lange Tradition und ist bereits aus dem Mittelalter überliefert. Als ursprüngliches Verbreitungsgebiet gilt das Zweistromland Mesopotamien, wo der Damhirsch im Laufe der Jahrtausende immer seltener wurde. Dafür gibt es heute in vielen Ecken der Welt frei lebende Herden.

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erstellt am 07.Jun.2011 | 04:59 Uhr

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