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Lokales

17. Dezember 2017 | 14:57 Uhr

Dämelow kann auf Lärmschutz hoffen

vom

svz.de von
erstellt am 06.Mai.2010 | 09:02 Uhr

Dämelow | Verhaltener Jubel in Dämelow: Nach monatelangem Protest gegen die Lärmemissionen an der neuen Autobahn 14 lenkt das Verkehrsministerium ein. Minister Volker Schlotmann erklärt: "Im Rahmen eines Vor-Ort-Termins habe ich mich von den Beeinträchtigungen für die Ortslage Dämelow durch die neue Autobahn überzeugen können." Er habe das Straßenbauamt beauftragt, "den Sachverhalt nochmals allumfassend zu prüfen und nach Lösungsmöglichkeiten zu suchen".

"Es bewegt sich was", stellt Johannes Nagat fest, der seit Dezember mit anderen Dämelowern gegen den Lärm an der Autobahn kämpft. Er sei zuversichtlich, dass das Ministerium die Sache jetzt ernst nimmt. Und doch bleiben Zweifel. Bisher vertraten die Behörden den Standpunkt, dass der Lärmschutz ausreichend berücksichtigt sei - u. a. über ein Prognose-Gutachten. Das ist im Grunde auch jetzt noch so. "Im Vergleich zur schalltechnischen Berechnung hat sich der zugrundeliegende Sachverhalt nicht geändert", so der Minister. Es gebe in Dämelow "keine Lärmemissionen oberhalb der festgelegten Grenzwerte".

Bürgermeister Dettlef Lukat hatte das Ministerium in Briefen zum Handeln gedrängt. Er fordert u.a. einen Lärmschutzwall zwischen A14-Brücke und Häusern, an der Brücke über dem Mühlental Schutzwände - wie an der baugleichen Brücke bei Liessow. "Wir prüfen ergebnisoffen", versicherte gestern Yvonne Post, Sprecherin des Ministeriums.

Anwohner Reinhold Berg freut sich über die Ankündigung. Er hat sich bereits einen privaten Lärmschutzwall anhäufen lassen. "Ich hoffe, dass etwas passiert", so Berg. Die Geräusche der Autos seien noch stärker, seit die Geschwindigkeitsbegrenzung auf der A 14 aufgehoben ist.

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