Bürgerinitiative fordert Tempolimit : Dämelow kämpft gegen A 14-Lärm

Die Bürgerinitiative von Dämelow kämpft weiter gegen die Lärmbelästigung durch die Autobahn 14. Dämelower fordern Geschwindigkeitsbegrenzungen, die dem nervenden Lärm entgegenwirken sollen.

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22. November 2010, 10:16 Uhr

Dämelow | Die Bürgerinitiative von Dämelow kämpft weiter gegen die Lärmbelästigung durch die Autobahn 14. "Um das zu beschleunigen, schlagen wir eine sofortige Geschwindigkeitsbegrenzung vor", sagt Johannes Nagat, der Sprecher der Bürgerinitiative.

Schilder an der Autobahn sollten mit der Aufschrift versehen werden, dass ein Tempolimit wegen Lärmschutz gilt. Die Geschwindigkeitsbegrenzung sollte so lange gelten, bis eine dauerhafte Lösung gefunden ist, so der Sprecher

Seit der Fertigstellung der A 14 zwischen Jesendorf und Cambs ärgern sich Dämelower Anwohner über den nervenden Krach, der durch den Verkehr über die 500 Meter lange Brücke über den Mühlenbach erzeugt wird. (SVZ berichtete).

Landesverkehrsminister Volker Schlotmann habe zugesagt, sich um den Lärmschutz zu kümmern, so Nagat. Der Antrag wurde vom Bund abgelehnt. Die Bürgerinitiative will jetzt Einsicht nehmen in den Briefwechsel zwischen Straßenbauamt und Bundesverkehrsministerium, um zu erkunden, wie diese Ablehnung zustande kommen konnte.

Die Dämelower haben zudem den Verdacht, dass es zwischen dem Planfeststellungsverfahren für diesen Autobahnabschnitt und der Ausführung des Baus Abweichungen gibt. In dem Fall wären neue Prüfungen möglich.

"Die Übergänge der Brücke sind übermäßig laut", sagt Nagat. Das berechtige neue Untersuchungen. Er spricht von "unvorhersehbaren Lärmbelästigungen". In die Berechnungen bei der Autobahnplanung seien die Brückenübergänge nicht eingegangen. Bei der 500 Meter langen Dämelower Brücke sei die Dehnungsfuge sehr groß. Das wirkt sich auf die Lautstärke beim Befahren aus. Das muss nach Ansicht der Bürgerinitiative berücksichtigt werden.

Nicht nachvollziehen können die Dämelower, warum nur weniger Kilometer weiter an der kleineren Brücke bei Liessow 1,5 Millionen Euro für den Lärmschutz ausgegeben wurden, in Dämelow dagegen nichts. So sind in Liessow die Brückenübergänge mit Rauten versehen. Das sind Stahlbleche über den Dehnungsfugen. Außerdem ist die gesamte Liessower Brücke links und rechts mit Lärmschutzplanken versehen. Ebenso unverständlich für die Dämelower ist, dass bei ihnen nichts gegen den Lärm getan wird, während ein Stück weiter 30 000 Kubikmeter Boden zu einem 600 Meter langen Erdwall entlang der Trasse aufgeschüttet wurden. Hinter dem Wall wohne kein Mensch, so Nagat.

"Das Bundesverkehrsministerium hat unseren Antrag auf zusätzlichen Lärmschutz abgelehnt", so Julia Hasse, Sprecherin Ministerium für Verkehr, Bau und Landesentwicklung. "Wir akzeptieren diese Antwort nicht und haben uns deshalb noch einmal an das Bundesverkehrsministerium gewandt. Die Gespräche dauern an."

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