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Lokales

19. Oktober 2017 | 18:36 Uhr

Chinesischer Exot lockt Bienen an

vom

svz.de von
erstellt am 19.Aug.2010 | 06:36 Uhr

Güstrow | Jeden Tag dreht der Güstrower Egon Kuhlmann mit Zwergpudel Terry seine Runden. Besonders ins Auge gefasst hat er dabei jedoch den Bienenbaum von Nachbar Rudolf Wanke. Schon seit Langem erfreut sich der Rentner am Anblick des Baumes, "doch in diesem Jahr blüht er besonders toll", schwärmt der 79-Jährige. Für den passionierten Imker ist der "Honiglieferant" in direkter Nachbarschaft von zusätzlicher Bedeutung. "Meine Bienen stürzen sich nur so auf die Blüten", sagt er. Lange Zeit wusste Kuhlmann jedoch nicht, um welches Gewächs es sich genau handelt. Hilfe holte er sich bei Silvia Tänzler. Die Inhaberin der Güstrower Baumschulen versorgte den Rentner gleich mit dem nötigen Informationsmaterial. "Der Bienenbaum ist etwas Besonderes, weil er ein spät blühendes Gewächs ist und den Bienen auch im August noch zur Verfügung steht. Wegen des intensiven Geruches trägt er jedoch den Beinamen Stink-Esche", so Tänzler. Dies bestätigt auch der Güstrower Naturexperte Dr. Fritz Holst: "Die ursprünglich aus China stammende Euodia, so der lateinische Name, lockt mit dem Geruch die Bienen an. Dabei kann der Baum gut 20 Meter hoch werden", so Holst.

Auch das Exemplar in Egon Kuhlmanns Nachbarschaft hat bereits eine stattliche Größe erreicht. "Seit 45 Jahren steht er nun schon hier", erinnert sich der 79-Jährige. "Zu DDR-Zeiten bekam jeder Imker ein Exemplar geschenkt, einige von ihnen stehen noch heute", so Kuhlmann. "Dass der Baum gerade in diesem Jahr so prachtvoll blüht und meine Bienen anzieht, ist toll, schließlich ist die Biene das Tier der Mela 2010, die im September stattfindet", sagt der Rentner.

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