Chaos in Güstrow: Nerven liegen blank

svz.de von
09. Juli 2010, 08:37 Uhr

Güstrow | Überraschung gestern in Güstrow. Baufahrzeuge bestimmen das Bild und das Tempo auf der Liebnitzstraße. Der Verkehr staut sich bis weit in die Goldberger Straße hinein. Das gleiche Bild auf der Lindenstraße. Dabei sind die Güstrower schon seit Wochen wegen der Innenstadt-Baustellen Burgstraße und Grüner Winkel genervt. Forderungen zu einer Änderung der Verkehrsführung verhallten bisher. Nun kommen noch zwei große Baustellen hinzu.

Das Straßenbauamt Güstrow lässt in der Liebnitzstraße und der Lindenstraße die Schäden aus dem vergangenen Winter, u.a. viele Risse in der Fahrbahn, reparieren. "Der alte Belag wird abgefräst, eine neue Decke aufgebracht, damit wir wieder einige Jahre Ruhe haben", erklärt Ronald Normann, Dezernent des Straßenbauamtes.

Normann bedauert, dass die Baufirma eine öffentliche Ankündigung der Bauarbeiten, zu der sie verpflichtet war, versäumt habe. "Wir waren nicht amüsiert", betont Normann. Und: "Hätte ich das eher erfahren, hätte ich die Bauarbeiten einstellen lassen." Am Vormittag aber sei es dafür zu spät gewesen.

Ab Montag, so kündigt der Dezernent des Straßenbauamtes an, werde auf beiden Straßen der neue Belag aufgebracht. Umleitungen seien in beiden Fällen ausgeschildert. Am Dienstagabend soll alles fertig sein.

B 103 bei Charlottenthal ab Montag dicht

Vorsorglich informierte Normann gestern gleich auch darüber, dass die B 103 in Charlottenthal ab Montag voll gesperrt werde. Der Weg zwischen Güstrow und Krakow am See führt für vier Wochen erneut über Lohmen. Auf einem Abschnitt in Charlottenthal müsse die Straße neu gegründet werden. Das Problem: Eine 14 Meter tiefe Torfschicht hat die Straße absacken lassen.

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