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CDU-Chef zur Plakataktion: "Das erinnert an braune Zeiten"

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erstellt am 09.Aug.2010 | 07:25 Uhr

Nordwestmecklenburg | Von der illegalen Plakataktion gegen Mecklenburg-Vorpommerns Innenminister Lorenz Caffier ist auch die Kreisgeschäftsstelle der CDU-Nordwestmecklenburg in Grevesmühlen betroffen gewesen. Weitere Plakate befanden sich in Bahnhofsnähe, vor einer Bäckerei und dem ehemaligen Kino in Grevesmühlen.

In einer ersten Reaktion verurteilte der Kreisvorsitzende der Christdemokraten, Dr. Hans-Heinrich Uhlmann, die Plakataktion aufs Schärfste. Deren Ziel sei die Diffamierung von Innenminister Lorenz Caffier. "Dessen angestrebtes NPD-Verbot ist ihren Anhängern offensichtlich ein Dorn im Auge und veranlasste sie zu einem steckbriefartigen Aufruf gegen den Innenminister, in einer Form, die an ganz ganz braune Zeiten erinnert", so Hans-Heinrich Uhlmann. Er kündigte gestern an, alles rechtsstaatlich Mögliche unternehmen zu wollen, um mit anderen demokratischen Parteien zu verhindern, dass Nordwestmecklenburg und Grevesmühlen zu einer Hochburg des Rechtsextremismus werde.

In der Kreisstadt hatte die NPD erst vor wenigen Monaten ihr sechstes Wahlkreisbüro in MV eröffnet. Susanne Theilmann vom Regionalzentrum für demokratische Kultur Westmecklenburg sieht MV als Modellregion für den Rechtsextremismus. "Der NPD ist es gelungen, im Westen Mecklenburgs sehr gute Strukturen aufzubauen", so Theilmann. Bislang waren der Landkreis Ludwigslust und die Hansestadt Wismar Hochburgen der Rechten.

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