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Lokales

11. Dezember 2017 | 12:05 Uhr

Camper-Idylle im Bermuda-Dreieck

vom

svz.de von
erstellt am 14.Mai.2010 | 05:13 Uhr

Kuppentin | Um das Bermuda-Dreieck ranken sich zahlreiche Mythen: Verschwundene Schiffe und Flugzeuge haben das Areal im westlichen Atlantik berühmt und berüchtigt gemacht. Seinen Namensvetter hat das mysteriöse Seegebiet nahe Kuppentin. Hier müssen Freizeitkapitäne aber keinesfalls befürchten, spurlos vom Erdboden zu verschwinden. Stattdessen finden sie Naturdiylle pur: Zwischen grünen Wäldern und der Elde-Müritz-Wasserstraße genießen Bootsurlauber und Camper die Abgeschiedenheit auf dem Wasserwanderrastplatz Kuppentin. Noch ist es hier ruhig, zu ruhig nach dem Geschmack der Campingplatz-Chefs Hans-Joachim und Irina Oeck. Der Saisonstart lässt auf sich warten. "Derzeit läuft es witterungsbedingt noch sehr träge an. Das ist nur etwa 40 Prozent von dem, was im vergangenen Jahr zu dieser Zeit hier los war", sagt Irina Oeck.

Für die betriebsameren Sommertage, wenn Wohnmobilfahrer, Camper und Wasserwanderer den Platz erobern, haben die Oecks mit vielen Neuerungen vorgesorgt: Die Sanitäranlagen wurden erneuert, die kleine Küche generalüberholt und wo im vergangenen Jahr noch ein Bierzelt stand, ist eine stabile Sitzecke aus Holz entstanden. Der Platz um die Feuerstelle wurde gepflastert und das Grundgerüst für die kleine Bermuda-Bar steht bereits. Die nächsten Projekte sind bereits in Planung: Der Spielplatz soll umgestaltete werden und auch die Steganlage würden die Oecks gern erweitern. Jedoch machen ihnen hierbei die zuständigen Behörden derzeit noch einen Strich durch die Rechnung. Auch bei der Ausschilderung seines Platzes an den Straßen der Umgebung wie der B 191 mahlen die Mühlen der Bürokratie langsam. "Dort hängt nur ein Zeltsymbol. So weiß kein Camper, dass der Platz auch für Wohnmobile gedacht ist", sagt Hans-Joachim Oeck. Eine Änderung ist nicht in Sicht.

Unterstützung, um die Region für Touristen attraktiver zu machen, erhofft er sich auch von den umliegenden Gemeinden. Sie könnten mit ihren Sehenswürdigkeiten für Kuppentin und das Umland werben, so Oecks Wunsch. Bei der Realisierung seiner Pläne für das Bermuda-Dreieck erhält er tatkräftige Unterstützung von den Dauercampern. Sechs hartgesottenen Freiluft-Urlauber gibt es hier derzeit. "Der Platz ist aber noch erweiterungsfähig", sagt Oeck. Erhält er genügend Dauercamper-Anfragen, will er den Platz vergrößern.

Ausweiten wollen die Oecks auch das kulturelle Angebot und Veranstaltungen wie die Herrentagssause zu einer festen Größe machen. "Das soll Kult werden", sagt Oeck. Genauso wie das Sommerfest, dass in den Schulferien stattfinden soll. Bis dahin will Oeck die Werbetrommel rühren. Dass er mit seinem vielseitigen Camper-Angebot made in Mecklenburg auf das richtige Pferd setzt, davon ist Oeck überzeugt: "Die Leute sind gesättigt vom Urlaub im Süden."

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