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Lokales

23. August 2017 | 21:46 Uhr

Caffier will in Staatskanzlei

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waren/Schwerin | Das Trio ist komplett: Nach der Nominierung von Linkspartei-Landeschef Helmut Holter zum Ministerpräsidentenkandidaten und nach Regierungschef Erwin Sellering, der für die SPD bei den Landtagswahlen 2011 ins Rennen geht, hat am Sonnabend der Landesvorstand der CDU Innenminister und Landesparteichef Lorenz Caffier einstimmig als Kandidat der Union beim Wettlauf um die Staatskanzlei gekürt. Nach der Sitzung des Parteivorstands in Sparow sagte der 55-Jährige gegenüber unserer Redaktion: "Bei der Parlamentswahl am 4. September 2011 wollen wir die stärkste Fraktion im Landtag stellen und als größerer Partner die Regierung übernehmen." Generalsekretär Vincent Kokert begrüßte den Zuspruch für Caffier. Er stehe für eine verantwortungsbewusste Politik und habe als Chef des Innenressorts einen wesentlichen Anteil an vielen Entscheidungen der rot-schwarzen Koalition. Die Kandidatur Caffiers soll auf dem Landesparteitag Ende Januar besiegelt werden, im Mai soll das Wahlprogramm präsentiert werden.

Am Sonnabend wurde laut Caffier auch darüber beraten, wie man den "Spagat zwischen Regierungsarbeit auf der einen und Profilierung der Partei auf der anderen Seite" bewältigen könne. Es gebe noch sehr viele Aufgaben, so der Innenminister, die in der jetzigen Koalition mit der SPD zu bewältigen seien. Den frühen Zeitpunkt der Nominierung habe die CDU gewählt, um ein klares Signal zu setzen, da sich bereits die Linkspartei per Parteitagsbeschluss und auch die SPD de facto auf ihre Spitzenkandidaten festgelegt habe. Eine Kommission wird nun die Strategie für die bevorstehende Wahl vorbereiten. Caffier sieht die Themen Finanzen, Bildung und Bevölkerungswandel als zentral für die Zukunft des Landes an. Bis zu seiner Kür zum Spitzenkandidaten soll auch die Landesliste der Union zusammengestellt sein. In Bad Doberan, Nordvorpommern und Ludwigslust wurden bereits fünf Direktkandidaten für die Landtagswahl nominiert. Auch in der SPD sind bereits eine Reihe von Wahlkreiskandidaten aufgestellt. Am Sonnabend fand in Schwerin eine Wahlkreiskonferenz statt, auf der Sozialministerin und SPD-Bundesvizevorsitzende Manuela Schwesig mit 66 Stimmen von den 66 Delegierten als Direktkandidatin für den Wahlkreis in der Innenstadt nominiert wurde. Für Wahlkreis II wird der jetzige Landtagsabgeordnete Jörg Heydorn ins Rennen ghen. Er erhielt 57 Stimmen. Schwesig wurde als Nachfolgerin von Ex-Innenminister Gottfried Timm nominiert, der nicht wieder antritt. Sie sagte unserer Redaktion: "Ich möchte, dass die SPD wieder stärkste Kraft im Land wird - und Erwin Sellering Ministerpräsident bleibt. Ich werde als starke Stimme für Schwerin meine Wähler im Landtag vertreten."

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erstellt am 20.Sep.2010 | 05:44 Uhr

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