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Lokales

19. Oktober 2017 | 02:13 Uhr

Caffier tritt auf die Sparbremse

vom

svz.de von
erstellt am 23.Sep.2010 | 08:37 Uhr

Pokrent | Freiwillige Feuerwehren müssen sich auf weniger Zuschüsse durch das Land MV einstellen. Innenminister Lorenz Caffier (CDU) kündigte an, Gelder nur noch an Wehren auszureichen, deren Einsatzbereitschaft gewährleistet ist. "Ich werde nicht umhin kommen, nur noch Feuerwehren zu fördern, die von Montag bis Montag rund um die Uhr ausrücken können", sagte Caffier in Pokrent. Er verwies auf Beispiele in MV, in denen Feuerwehren zwar mit Top-Fahrzeugen ausgestattet sind, diese aber in der Woche in den Gerätehäusern bleiben, weil Einsatzkräfte nicht vor Ort sind. Das werde zusehends ein Problem, sagte Caffier.

Auf Dauer werde man auch aufgrund von Kostenexplosionen nicht um das Zusammenlegen von Feuerwehren herumkommen. "Wir werden uns mittelfristig dem Thema in Gänze widmen müssen. Das ist aber zu allererst eine Aufgabe des Landesfeuerwehrverbandes, der über die künftige Struktur entscheiden muss", sagte Caffier. Ansonsten gelte das Prinzip, vorhandene Strukturen nicht ohne Not zu zerstören.

In mehr als 1000 Kleingemeinden oder Orten in Mecklenburg-Vorpommern gibt es freiwillige Feuerwehren. Sie sind meist auf die klassische Brandbekämpfung ausgerichtet. Darüber hinaus gehende Aufgaben (etwa Technische Hilfeleistungen) werden von rund 30 Schwerpunkt- und ca. 170 Stützpunktfeuerwehren wahrgenommen. In den sechs kreisfreien Städten gibt es Berufsfeuerwehren, außerdem drei Werksfeuerwehren.

"Ich bin nach wie vor froh, dass es so viele engagierte Feuerwehrleute gibt, weil ehrenamtliches Engagement nicht mehr selbstverständlich ist. Jeder, der was im Ehrenamt macht, muss sich heute fast entschuldigen dafür", verdeutlichte Caffier in Pokrent.

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