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Lokales

11. Dezember 2017 | 20:06 Uhr

Busse und Bahnen im Schritttempo

vom

svz.de von
erstellt am 03.Mai.2010 | 07:05 Uhr

Altstadt | Klaus-Peter Hopp hielt sich am Absperrgitter an die Vorschriften: Nur Busse und Bahnen sowie Rettungsfahrzeuge ließ der Mitarbeiter des Schweriner Nahverkehrs gestern den Bereich der Wismarschen Straße zwischen Martinstraße und Marienplatz passieren - mit verminderter Geschwindigkeit. "Auch Taxis dürfen den Bereich derzeit nicht befahren", er klärte Hopp. Und die Einschränkungen am in nerstädtischen Nadelöhr dürften noch eine Weile anhalten: "Auf einer Länge von ungefähr 20 Metern ist die Wismarsche Straße im betreffenden Bereich um etwa fünf Zentimeter abgesackt", sagte Nahverkehrsgeschäftsführer Norbert Klatt. In einer Beratung, an der neben der Stadt auch Verantwortliche für den Bau der Marienplatz-Galerie teilnehmen würden, werde heute über das weitere Verfahren entschieden.

Eigentlich sollte der Bereich zwischen Martinstraße und Marienplatz bereits am Freitagabend für den Fahrzeugverkehrs komplett gesperrt werden. Schienenersatzverkehr auf unbestimmte Zeit hatten Stadt und Nahverkehr angekündigt. Eine weitere Sondierung des Baugrundes bis in eine Tiefe von sieben Metern habe aber ergeben, dass die am Donnerstag in der stadtauswärts gelegenen Fahrspur festgestellte "lockere Gefügelagerung" sich für die stadteinwärts führende Spur nicht bestätigt habe, teilte die Stadt mit. Seit Freitag gäbe es keine weiteren Setzungen in den kritischen Bereichen mehr. Die Straßenbahnen könnten den Bereich daher im Schritttempo befahren, auch der Busverkehr sei einseitig möglich , so die Stadt.

Noch ist nicht abschließend geklärt, wie es zur Straßenabsenkung kommen konnte. "Wir prüfen die Angelegenheit", war gestern bei der Bauleitung der Marien platz-Galerie zu erfahren. Auf den Bau fortschritt habe das Absacken jedoch keinen Einfluss. Nach Angaben der Stadt wurde gestern die un tere An kerlage der Baugruben-Schlitzwand an gespannt, wie es im Baujargon heißt. Auf Grund der vor liegenden Sondierungsergebnisse werde erwartet, dass die Ankerkräfte in den Baugrund eingeleitet werden können. Erst danach sei es möglich, die Entscheidung über das richtige Verfah ren zur Be sei tigung des Straßenschadens zu treffen, so die Stadt. Denn klar ist laut Nahverkehr-Chef Klatt: So wie jetzt könne der Bereich in der Wismar schen Straße nicht bleiben. Schließlich habe sich das Gleisbett um knapp fünf Zentimeter abgesenkt. Um die Behinderungen für den Verkehr gering zu halten, sei beabsichtigt, not wendige Bauarbeiten möglichst nachts und so schnell wie möglich durchzuführen, ließ die Stadt gestern schon verlauten.

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