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Lokales

24. September 2017 | 07:10 Uhr

Bunt und kreativ durch die Nacht

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erstellt am 03.Okt.2010 | 06:48 Uhr

Güstrow | "Eine schöne Art der Begegnung zwischen Künstlern und Güstrowern, eine lebendige Form des Miteinanders", nennt Amina Appelt die Güstrower Kunstnacht. Die Malerin aus Diekhof wollte diese Nacht nicht verpassen und stellte ihre Werke Sonnabend im Gesundheitszentrum am Schlosspark aus. Gleich fünf Frauen aus der Region präsentierten sich hier erstmals mit ihrem künstlerischen Schaffen, so viele wie an keinem anderen der 21 Veranstaltungsorte bei der 10. Güstrower Kunstnacht. Malerei und Grafik von Amina Appelt und Ute Kasperowski (Güstrow), Tonskulpturen von Eva Güthoff (Eickhof) sowie Lyrik und Texte von Dorothea Reinecke (Güstrow) und Silke Peters (Stralsund). Hier im Gesundheitszentrum kulminierte alles, was die Kunstnacht ausmacht: die große Bandbreite von Kreativität und Kunst.

Neue Ausstellungen allerorten konnten die vielen Besucher in der Innenstadt bestaunen. Im Wirtschaftsgebäude des Schlosses eröffnet wurde die Skulpturen-Schau von Helga Weihs, in der Wollhalle zeigt seit kurzem der Güstrower Dieter Brott Landschaftsfotografien, Zeichnungen von Wolfgang Severin-Iben, Hans Naczenski und Martin Jamborski gibt es in der Galerie Besserstraße zu sehen und auch das Stadtmuseum steht dem in nichts nach. Zur Kunstnacht eröffnete die Kabinettausstellung "Der Künstler und Dramatiker Ernst Barlach im Buch". Originale Bücher aus Barlachs Bibliothek und Erstausgaben seiner dramatischen Werke zeigt das Museum im Jubiläumsjahr "100 Jahre Barlach in Güstrow". "Klein aber fein", nennt Iris Brüdgam vom Museum diese neue Ausstellung, die gemeinsam mit der Bibliothek, dem Archiv und der Barlachstiftung auf die Beine gestellt wurde.

So viel Kunst und Kultur macht hungrig. Das weiß auch der Rotary Club Güstrow. An strategisch guter Stelle am Franz-Parr-Platz errichteten die 31 Mitglieder in der Kunstnacht einen Stand und versorgten die Kunstinteressierten mit Schmalzstullen, Kuchen, Bratwürsten und Glühwein. "Der Erlös kommt der Kinder- und Jugendarbeit in Güstrow zu Gute", sagte der Rotary-Vorsitzende Friedhelm Mencke.

Für Kinder gab es Angebote zur Kunstnacht in der Evangelisch-Freikirchlichen Gemeinde. Balancieren, Sommerski, Lego bauen oder mit Farben und Blumen konnten alle Besucher zum Künstler werden. "Nass in Nass" - diese Malmethode bot Diplom-Kunsttherapeut Clas P. Köster an. "Es gibt hier schnell ein Ergebnis, mit dem man zufrieden ist", sagte er. Zum ersten Mal bei der Kunstnacht dabei war "Feinkost 27". Die Inhaber Toni Kunkel und Klaus Axtmann lockten mit dem Hotlicks-Jazz-Trio aus Rostock viele Leute in ihr Geschäft. Dichtes Gedränge zur gleichen Zeit auch im Heizhaus: Travestie-Künstler Josephine fragte: "Kann denn Liebe Sünde sein?" Und ebenfalls gut besucht waren am Sonnabend die Veranstaltungen im Kinder-Jugend-Kunsthaus. Gezeigt wurde der Reichtum des klassischen indischen Tanzes, es gab einen Erlebnisbericht über ein freiwilliges Jahr in Indien und dazu passendes Essen, gereicht vom Bistro "Verdura". "Wir haben unser Essen und Trinken auf die indische Nacht abgestimmt", so Kirsten Mesewinkel-Nowack. Sie reichte u. a. Chapati-Brot, Chutney und Mango-Lassi.

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