Bummelbaustelle? Wirtschaft klagt über Einbußen

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01. November 2010, 09:27 Uhr

Wittenburg | Seit etwas mehr als einer Woche ist die A 24-Abfahrt Wittenburg (Richtung Hamburg) wegen Sanierungsarbeiten dicht. Und sofort gehen Teile der Wirtschaft in der Region am Stock, es gibt massive Behinderungen und Einbußen. Jetzt regen sich immer mehr Geschäftstreibende und Bürger über die aus ihrer Sicht entspannte Arbeitsweise der Baufirma auf. Tagelang sei nichts passiert, eine so wichtige Abfahrt dürfe nicht zwei Wochen gesperrt sein, die Arbeiten müssten deutlich zügiger vorangehen.

Jim Perrson, Pächter des Aral-Areals nebst Restaurant, erlebt derzeit den schlimmsten Einbruch im Geschäft, seit er vor elf Jahren Pächter wurde. "Beim Tanken haben wir mit der Schließung Rückgänge von bis zu 50 Prozent zu verzeichnen, im Shop gäbe es einen Rückgang von 20 bis 30 Prozent und selbst beim Restaurant "Larras" machten sich die Tagesgäste rar. Hier läge der Rückgang bei gut 20 Prozent. Perrson gegenüber der SVZ: "Ich bin Laie im Straßenbau, aber nach meinem Gefühl müsste das hier alles viel schneller gehen. Die ganze Stadt leidet doch unter dieser Sperrung." Andreas Kiepsch, der Franchisenehmer des Mc Donalds in Wittenburg beklagt ebenfalls massive Rückgänge von bis zu 40 Prozent in seinem Geschäft, seitdem saniert wird, das sei schon eine Katastrophe.

Jürgen Baumgarten, der sein Unternehmen im Gewerbegebiet hat, berichtet von der Wut anderer Unternehmer, von Lkw-Fahrer, die verzweifelt nach dem Weg fragen, ungenügender Ausschilderung. "Und dann fährt man an der Baustelle vorbei und sieht, das danichts passiert. Wenn man schon sanieren muss, dann hat da Tag und Nacht etwas zu passieren, damit die Sperrzeit gering gehalten wird."

Bei der Baufirma, die derzeit auch an der A 19 beschäftigt ist, wird diese Kritik auf Verwunderung stoßen, denn offiziell ist man im Plan. Pro Auffahrt und Richtung sind nämlich je zwei Wochen eingeplant. Gestern sollten Vorarbeiten erfolgen, heute soll asphaltiert werden. Dann muss der Belag 24 Stunden auskühlen, bevor die Leitplanken neu gesetzt und die Bankette wieder hergestellt werden können. Dann kommt noch das Wetter hinzu. Im besten Fall wird am Sonntag wieder geöffnet werden, den Betroffenen, zu denen ja auch Tausende Pendler gehören, wird das alles viel zu lange dauern.

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