Baumgarten : Zweite Pfarrstelle weiter unbesetzt

Wertvolle Tipps gab Helga Müller (l.) ihrer Nachfolgerin als Pastorin, Gesine Isbarn.
Wertvolle Tipps gab Helga Müller (l.) ihrer Nachfolgerin als Pastorin, Gesine Isbarn.

Bewerbung zurückgezogen: Gesine Isbarn wird nicht Pastorin in der fusionierten Kirchengemeinde

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26. April 2019, 05:00 Uhr

Baumgarten | Gerade erst hat sich Gesine Isbarn als neue Pastorin der zweiten Pfarrstelle in der Kirchengemeinde Bützow feierlich in einem Gottesdienst vorgestellt. Zum 1. Mai sollte Gesine Isbarn die Pastorenstelle nun offiziell antreten. Aber das wird sie nicht. Nach dem Gottesdienst wurden viele Gespräche mit den Gemeindegliedern geführt, Erfahrungen ihrer Monate als Vertretungspastorin für Helga Müller ausgewertet. In den Beratungen wurde ihr deutlich, dass sie von einer längerfristigen Besetzung der Pfarrstelle Abstand nehmen möchte. „Im Moment fühlt sich das einfach nicht richtig an“, sagt sie. Sie wird jedoch weiterhin als Vertretungspastorin aushelfen, bis eine Lösung gefunden ist.

Für die Kirchengemeinde gibt es nun zwei Möglichkeiten. Entweder die Pastorenstelle wird neu ausgeschrieben und dann nach bischöflicher Empfehlung vom Kirchengemeinderat beschlossen. Oder es erfolgt keine Ausschreibung und die Stelle wird mit einem sogenannten Probedienstler besetzt, wie Pastorin Johanna Levetzow erklärt. Dafür bedarf es einem mehrheitlichen Beschluss des Kirchengemeinderates. Als Probedienstler kann jemand eingesetzt werden, der in der Evangelisch-Lutherische Kirche in Norddeutschland sein Vikariat absolviert hat. Er ist dann quasi Pastor auf Probe, nach drei Jahren wird derjenige erneut unter die Lupe genommen. Johanna Levetzow selbst hat diesen Prozess erst kürzlich erfolgreich bestanden, sie wurde als geeignet befunden und kann die Pastorenstelle nun dauerhaft besetzen.

Am 7. Mai kommt der Kirchengemeinderat zur Versammlung zusammen und wird über das weitere Vorgehen beraten. Kirchengemeinderat und Propst Wulf Schünemann seien Gesine Isbarn dankbar dafür, dass sie in dieser Zeit des Umbruchs die Vertretung übernimmt, erklärt Johanna Levetzow. Es sei nach der Fusion und Helga Müllers Eintritt in den Ruhestand „Vieles neu zu bedenken und zu entscheiden“.

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