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Bützow : Zweite Chance für die „Villa Rose“

vom
Aus der Redaktion der Bützower Zeitung

Volker Hefftler hat die Villa Rose gekauft: Am Montag beginnen Sicherungsarbeiten. Es sind Wohnungen und Büros geplant.

svz.de von
erstellt am 12.Dez.2015 | 10:00 Uhr

Mehr als 20 Jahre stand die sogenannte „Villa Rose“ leer, war mehr oder weniger dem Verfall preisgegeben. Nun bekommt das denkmalgeschützte Haus eine zweite Chance. Der Bützower Arzt Volker Hefftler hat das Haus erworben und will es sanieren.

Bützows Bürgermeister Christian Grüschow (parteilos) ist darüber sehr glücklich. Denn schon lange war ihm die Ruine ein Dorn im Auge. Deshalb hatte er sich schon früh nach seinem Amtsantritt auf die Fahnen geschrieben, Eigentümer von Immobilien, die nichts an ihren Häusern machen, und potenzielle Investoren zusammenzubringen. So war das auch bei der Villa Rose. „Bereits im August 2014 hatte ich erste Kontakte zu den Eigentümern, einer Erbengemeinschaft geknüpft“, erzählt Grüschow. Schon damals hatte er einen Interessenten für das Objekt. Doch die Verhandlungen zogen sich in die Länge. Als dann der mögliche Investor aus persönlichen Gründen von seinem Vorhaben zurücktrat, sprach Grüschow mit Volker Hefftler.

Doch auch hier waren die Gespräche lange sehr zäh. Gemeinsam mit Grüschow habe Hefftler immer wieder mit den Alteigentümern gesprochen. „Einen Monat nach dem Tornado waren wir das erste Mal in dem Haus“, erinnert sich Volker Hefftler. Schon damals war das Haus in keinen guten Zustand. Der hat sich nun in den zurückliegenden Monaten nicht verbessert. „Wäre es jetzt nicht zum Kaufabschluss gekommen, dann wäre auch nicht mehr viel zu retten gewesen“, sagt Hefftler.

Nun will er das Vorhaben angehen. Bereits am Montag rücken die ersten Bauleute an und werden das Haus sichern. Das Dach war durch den Tornado im Mai erheblich beschädigt worden. „Vielleicht werden wir auch schon einige Entkernungsarbeiten vornehmen“, so Hefftler. Im Januar und Februar möchte der Bützower dann mit Architekt Hartmut Böhnke in die Planungen gehen. „Dann soll der Bauantrag stehen“, stellt sich Volker Hefftler einen engen Zeitplan.

Der Bützower Arzt hat Erfahrungen mit der Sanierung alter Gebäude. Sowohl auf dem Marktplatz als auch am Schlossplatz kann man die Ergebnisse sehen. Dass er sich nun dieser neuen Herausforderung stellt, dafür hat er mehrere Gründe. „Auch wenn ich selbst nicht in dem Internat war, verbindet mich das Haus doch mit meiner Schulzeit“, so Hefftler. Und auch der Blick vom Pflegeheim, das er zuletzt saniert hat, auf die Villa ist nicht besonders schön. „Vor allem jetzt, wo die ganzen Bäume weg sind, wird das noch deutlicher“, sagt Hefftler Doch für ihn das Wichtigste: „Ich habe einen Faible für alte Häuser. Wenn man einmal infiziert ist, dann kommt man davon nicht mehr los.“

Wie alt die Villa wirklich ist, konnte er noch nicht herausbekommen. „Ich schätze um die 1920er-Jahre“, so Hefftler. 1947 wurde das Gebäude zum Internat der Oberschule Bützow und blieb es bis zur Wende. Seitdem steht es leer. Das soll sich nun ändern. Wichtig sei, das man eine Idee und ein Konzept habe. „ Es hat nichts mit Pflege zu tun. Es sollen Wohnungen und Büros werden“, so der Bützower.

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