Bützow : Zwei Millionen Euro für Sanierung

Er muss immer das große Ganze im Blick behalten: Alexander Jonda, Vorstand der Wohnungsgenossenschaft Bützow. Sie plant in diesem Jahr weitere umfangreiche Sanierungsarbeiten an ihrem Wohnungsbestand.
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Er muss immer das große Ganze im Blick behalten: Alexander Jonda, Vorstand der Wohnungsgenossenschaft Bützow. Sie plant in diesem Jahr weitere umfangreiche Sanierungsarbeiten an ihrem Wohnungsbestand.

Wohnungsgenossenschaft Bützow saniert 72 Wohnungen in der Karl-Marx-Straße

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06. Februar 2018, 12:00 Uhr

Ein Jahr großer Herausforderungen steht vor der Wohnungsgenossenschaft Bützow. Sie plant Investitionen in Millionenhöhe. Nicht alles sei in einem Jahr zu schaffen, sagt Vorstand Alexander Jonda. Alles sei darauf gerichtet, den Wohnungsbestand fit zu machen für die Zukunft.

Gerade erst hat das Bützower Wohnungsunternehmen das 60. Jahr seines Bestehens gefeiert. Und insbesondere in den zurückliegenden 28 Jahren hat sich einiges getan. „Wir haben in den Jahren seit 1990 rund 40 Millionen Euro investiert“, sagt Alexander Jonda. Das sei zweieinhalb mal so viel wie der Wohnungsbestand nach der Wende an Wert hatte. „Damit sind wir auch ein zuverlässiger Auftraggeber für die Wirtschaft in der Region“, erklärt der Vorstand. Der hat 737 Wohnungen in Bützow, Schwaan und Tarnow im Blick.

Auch 2017 wurde wieder kräftig investiert. Rund 972 000 Euro. Das macht im Schnitt 22,80 Euro je Quadratmeter. „Das Nutzungsentgelt wie es bei uns in der Genossenschaft heißt, also die Kaltmiete beträgt 4,60 Euro je Quadratmeter“, so der Vorstand des Bützower Wohnungsunternehmen. Fortgesetzt wurden zum Beispiel Sanierungsarbeiten an den Wohnblöcken im Lindenbruch in Schwaan.

Dort wurde die Isolierung der Kelleraußenwand erneuert. Das sei nicht nur wichtig gegen den Ungezieferbefall, sondern auch gegen aufsteigende Feuchtigkeit. Schließlich stehen die Wohnungen bereits Jahrzehnte. In Bützow wurden zum Beispiel in der Carl-Moltmann-Straße Veränderungen an den Eingängen durchgeführt. Die zwei Stufen seien für ältere Bewohner beschwerlich. Also wurden kleine Schrägen angebaut.


Leitungssystem komplett erneuern

„Das ist nicht nur hilfreich für Bewohnern mit Rollatoren, sondern auch für junge Eltern mit Kinderwagen“, sagt Alexander Jonda. Insgesamt wurden allein in die Sanierung des Wohnungsbestandes rund 500 000 Euro investiert. Das meiste erfolge immer im Zuge von Neuvermietungen. Dann bestehe auch die Möglichkeit, dass kleinere Wünsche des künftigen Mieters auch noch mit berücksichtigt werden können. Jedoch würde Alexander Jonda auch gerne einen Vorlauf schaffen, leer stehende Wohnungen nach und nach sanieren. „Doch wir kommen mit den Handwerkern nicht hinterher“, sagt der Vorstand in Anspielung darauf, dass es schwierig sei, Handwerksfirmen zu finden.

Dennoch stehen auch in diesem Jahr weitere wichtige Arbeiten ins Haus. Das größte Vorhaben: „Wir haben uns zum Wohngebiet Karl-Marx-Straße bekannt. Deshalb beginnen wir dort jetzt mit einer Komplettsanierung“, so Alexander Jonda. Ins Auge gefasst ist zunächst der Wohnblock mit den Aufgängen 1 bis 7. Versorgungsleitungen für Wasser, Abwasser und Elektrizität müssen ausgetauscht werden.


Modernisierungsumlage gekappt

Auch die Rohre für die Fernwärme. „Die sind für die heutigen Ansprüche viel zu groß dimensioniert. Wir haben das bereits mit der Bützower Wärme GmbH abgesprochen“, so der Vorstand. Diese Arbeiten können natürlich nur im Sommer durchgeführt werden. Deshalb ist diese Sanierung auf zwei Jahre verteilt. Die Aufgänge 1 bis 3 in diesem Jahr und die Aufgänge 4 bis 7 im kommenden. Auch die Balkone, Lüftungsschächte sowie die Bäder werden erneuert, die Treppenflure malermäßig in Schuss gebracht. Gesamtsumme: rund zwei Millionen Euro für die 72 Wohnungen in den nächsten beiden Jahren.

Eine weitere wichtige Entscheidung ist ebenfalls gefallen. Dem demografischen Wandel mit einer immer älter werdenden Gesellschaft geschuldet, werde der erste Wohnblock mit einem Fahrstuhl ausgestattet. Dazu hatte die Wohnungsgenossenschaft eine Umfrage unter den Mietern zum Beispiel am Leninring und Leninplatz gestartet. Denn eine solche Investition ist nicht ganz billig. 400 000 bis 500 000 Euro seien einzuplanen, so Alexander Jonda. Kosten, die zum Teil auch auf die Mieter umgelegt werden können. „Wir haben uns jedoch entschieden, die Modernisierungsumlage bei 65 Cent je Quadratmeter zu kappen. Auch die erhöhten Betriebskosten werden um maximal 25 Cent steigen“, erklärt der Vorstand. Am Leninplatz 2 seien alle zwölf Mietparteien da mitgegangen.

Fortgesetzt werde die Kelleraußenwand-Sanierung in Schwaan, die Neugestaltung des Wohnumfeldes im Bereich der Wohnblöcke 35 bis 37 in der Carl-Moltmann-Straße in Bützow sowie die malermäßige Instandsetzung von weiteren zehn Treppenhäusern.

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