Video: Schwerer Unfall in Goldewin : Zwei Männer ertrinken in ihrem Auto

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Foto: Stefan Tretropp

Ein Auto schleudert nach einer Kollision mit einem Baum in einen Teich. Für die Insassen kommt jede Hilfe zu spät.

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08. Dezember 2017, 20:50 Uhr

Schrecklicher Unfall im Landkreis Rostock: Am Freitagabend sind zwei junge Männer bei einem schweren Verkehrsunfall in Goldewin ums Leben gekommen. Sie ertranken in ihrem eigenen Auto, welches kurz zuvor in den Dorfteich geschleudert war.

Wie es von der Polizei hieß, fuhr der 30-Jährige Fahrer des Audis gegen 18.45 Uhr in Goldewin in einer leichten Rechtskurve offenbar weiter geradeaus. Der Wagen kollidierte zunächst leicht seitlich mit einem Baum, überschlug sich und landete kopfüber in dem angrenzenden Dorfteich.

 

In kürzester Zeit füllte sich der Wagen mit Wasser. Der Fahrer und der 29 Jahre alte Beifahrer konnten sich nicht selbstständig aus dem Auto befreien.

Die örtliche Feuerwehr versuchte noch mit Wathosen in den Teich zu gehen und die beiden Insassen aus dem Wagen zu retten. Letztendlich konnte der hinzugerufene Notarzt aber nur noch den Tod der beiden Männer feststellen.

Der Wagen wurde per Seilwinde mit der Hilfe eines Traktors aus dem Teich gezogen. Eine Anwohnerin hatte den Unfall mitbekommen. Sie habe einen "lauten Knall" vernommen und sogar das Haus soll gewackelt haben.

Die Fahrbahn war zum Unfallzeitpunkt durch Regen nass und es herrschten Temperaturen nur knapp über dem Gefrierpunkt. Nach den bisherigen Ermittlungen war der 30-jährige Fahrer vermutlich zu schnell auf der Landesstraße 142 unterwegs.

Die Güstrower Kriminalpolizei hat die Ermittlungen aufgenommen. Blutproben von den Verunglückten seien bereits genommen worden, sagte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft. Es sei aber nicht klar, ob Alkohol oder Drogen im Spiel waren. Wann eine rechtsmedizinische Untersuchung erfolgt, konnten die Sprecher von Polizei und Staatsanwaltschaft noch nicht sagen.

Es war bereits der zweite Unfall, bei dem ein Auto in dem etwa fußballfeldgroßen Teich landete. Anfang 2017 hatten sich zwei Insassen eines anderen Autos, das in das Angelgewässer gefahren war, gerade noch retten können, wie Anwohner berichteten.

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