zur Navigation springen

„Zerniner Kircheninitiative“ : Zwei Jahrzehnte für den Pfarrhof

vom

Den kompletten Zerfall der Kirche zu stoppen und dem Kirch-Gemeindeleben neuen Schub zu versetzen. Das waren die Anliegen, als sich vor zwei Jahrzehnten der Verein Zernininer Kircheninitiative (Zeki) gründete.

svz.de von
erstellt am 30.Sep.2013 | 10:47 Uhr

Den kompletten Zerfall der Kirche zu stoppen und dem Kirch-Gemeindeleben neuen Schub zu versetzen. Das waren die Anliegen, als sich vor zwei Jahrzehnten der Verein Zernininer Kircheninitiative (Zeki) gründete. Daran erinnert Heinz Wittstock, der damals im Jahr 1993 zu den Gründungsmitgliedern des Vereins gehörte. Auch heute ist er noch oder besser gesagt, wieder Mitglied des Vereins. Denn der hatte Höhen und Tiefen. „Doch jetzt stehen wir auf einem stabilen Fundament, schauen nur nach vorn.“

Ganz begeistert erzählt der gebürtige Zerniner, wie viele Besucher vor knapp einem Monat zum „Tag des offenen Denkmals“ nach Zernin strömten, um u.a. die Kirche zu bestaunen. Die ist in Wittstocks Augen etwas ganz Besonderes. Denn vor über zwei Jahrzehnten hatte kaum einer geglaubt, dass das Gotteshaus noch einmal in neuen Glanz erstrahlen wird. Doch das, später auch als „Wunder von Zernin“ bezeichnete umgesetzte Projekt sorgt nach wie vor für viel Aufmerksamkeit. Denn um die Kosten des Wiederaufbaus zu stemmen, planten die Initiatoren eine Kirche mit einem Sonnen-, einem Solardach. In einer Zeit, in der noch keiner von der großen Energiewende sprach, wollten die Zerniner Kirchenleute Geschichte und Modernes verbinden. Wie gut das gelungen ist, davon schwärmt Heinz Wittstock heute noch. Der Architekt habe da nicht nur einfach seinen Job gemacht, sondern ganz viel Ideen mit eingebracht, der Kirche neue Symbolkraft verliehen, lobt der Zerniner. Das spüre er immer wieder, wenn er Gäste als Kirchenführer das Gotteshaus näher bringt. „Dann habe ich immer noch Bilder mit, die zeigen, wie es hier einmal ausgesehen hat.“

Davon können sich auch die Besucher einen Eindruck verschaffen, die sich am Sonnabendnachmittag auf dem Pfarrhof in Zernin einfinden. Die Zeki hatte nicht nur zur Geburtstagsfeier, sondern auch zum Apfelfest eingeladen. Gekommen sind zum Beispiel die „Wandermüüs“, eine Abteilung des Fremdenverkehrsvereins Bützow. „Wir wollten schon lange hierher und haben uns nun entschlossen, dieses Fest für den Besuch zu nutzen“, erzählt Gruppenvorsitzende Inge Ahrens. Zwei dicke Ordner mit Fotografien zeigen, wie sich Kirche, Pfarrhaus und Pfarrhof in diesen zwei Jahrzehnten verändert haben. Denn man könne nicht alles einzeln betrachten. Zum historischen, denkmalgeschützten Ensemble gehört immer alles zusammen, so Heinz Wittstock.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen