Mehr Einwohner im Amt : Zuzügler: Amt Schwaan wächst

Im Amt Schwaan ließen sich im vergangenen Jahr viele neue Einwohner nieder.
Im Amt Schwaan ließen sich im vergangenen Jahr viele neue Einwohner nieder.

Die Zahl der Einwohner in der Warnowstadt und den umliegenden Gemeinden entwickelt sich positiv

svz.de von
08. März 2016, 05:00 Uhr

Der demografische Wandel ist in der Region immer wieder ein Thema. Viele junge Menschen verlassen die dörflichen Gegenden, der Anteil älterer Einwohner steigt und die Einwohnerzahlen sinken stetig. Doch zumindest 2015 konnte das Amt Schwaan dieser Entwicklung ein Schnippchen schlagen. Die Zahl der Einwohner vergrößerte sich erstmals seit einer langjährigen Abwärtsentwicklung. Nicht nur in der Warnowstadt sondern auch in allen umliegenden Gemeinden zeichnet sich ein Positivtrend ab.

Es gab mehr als doppelt so viele Sterbefälle wie Geburten. Dennoch wächst die Bevölkerung. Denn es sind nicht die Geburten, die den Zuwachs verursachen, sondern Zuziehende, die sich im Amt niederlassen. Laut Einwohnermeldeamt hatte die Stadt Schwaan am 31. Dezember 5034 Einwohner und damit 46 mehr als im Vorjahr. Damit bewegt sich die Warnowstadt nach drei Jahren wieder über der 5000er-Marke. Im gesamten Amt wuchs die Bevölkerung von vorher 7591 auf nun 7696 Menschen.

„Es ist erfreulich und zeigt, dass Schwaan eine gute Entwicklung vollzieht“, meint Schwaans Bürgermeister Mathias Schauer (UWS).

Für Zuzügler waren im vergangenen Jahr aber vor allem die kleinen Gemeinden interessant. So verließen zwar sechs Personen Benitz, dafür zogen aber 19 in den Ort. In Bröbberow (-6, +19), Groß Grenz (-11, +25), Werle (-2, +11), Vorbeck (-5, +16) und Wiendorf (-16, +27) zogen ebenfalls deutlich mehr Menschen zu als weg.

Dass ausgerechnet Schwaan und die umliegenden Amts-Gemeinden bei Zuzüglern beliebt sind, hat seiner Meinung nach verschiedene Gründe – die Nähe zur Hansestadt Rostock und die gute Anbindung, unter anderem durch den Ausbau des Bahnhofs zu einem zentralen Verkehrsverknüpfungspunkt. „Das macht Schwaan attraktiv, die Nähe zu Rostock macht sich bezahlt“, ist Schauer überzeugt. Zudem könne die Stadt wohl mit höheren Zuweisungen rechnen, nachdem sich nun die Einwohnerzahl erstmals seit Jahren wieder spürbar erhöht hat. Das macht sich unter anderem auch in Vereinen bemerkbar. So verzeichnete beispielsweise der Kultur- und Heimatverein Vorbeck-Kambs im Vorjahr einen beachtlichen Mitgliederzuwachs.


Mehr als 50 Grundstücke verkauft


Derzeit gebe es in der Stadt keine Leerstände. Viele Familien würden sich zudem in Eigenheimen niederlassen. Allein im Vorjahr verkaufte die Stadt mehr als 50 Bauplätze. „Die Nachfrage ist nach wie vor da“, so Schauer. „Wir sind froh, dass wir da höchstwahrscheinlich noch dieses Jahr Abhilfe schaffen können.“

Ein Ausschreibungsverfahren läuft bereits. Geplant ist, 15 Grundstücke im Koppelweg anzubieten. Weitere Flurstücke sollen bei anhaltender Nachfrage erschlossen werden.

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