Zuwachs zwingend erforderlich

Im Rauch kaum zu sehen: Die Kameraden der Rühner Feuerwehr retteten eine Person aus einem brennenden Haus. Dies war allerdings nur eine Schauübung anlässlich des 90-jährigen Bestehens der Wehr. Die Kameraden erhofften sich durch die Aktion Zuwachs. Der blieb jedoch aus.
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Im Rauch kaum zu sehen: Die Kameraden der Rühner Feuerwehr retteten eine Person aus einem brennenden Haus. Dies war allerdings nur eine Schauübung anlässlich des 90-jährigen Bestehens der Wehr. Die Kameraden erhofften sich durch die Aktion Zuwachs. Der blieb jedoch aus.

Jahreshauptversammlung der Freiwilligen Feuerwehr Rühn / Derzeit 13 aktive Kameraden – und damit zu wenig

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22. Februar 2018, 12:00 Uhr

In ihrem 91. Jahr besteht die Freiwillige Feuerwehr Rühn nun. Das große Jubiläum wurde im Sommer des Vorjahres gefeiert. Aber nicht feucht-fröhlich, sondern mit einer groß angelegten Schauübung in Rühn. Simuliert wurde ein Hausbrand. Währenddessen scherzte Robert Bissa als Moderator der Übung noch, dass die 90 Jahre, die die Wehr auf dem Buckel hat, auch fast dem Altersdurchschnitt der Wehr entspricht. Die rund 50 Zuschauer dieser Übung schmunzelten über diesen Spruch. Dabei sollte sich die Botschaft dahinter genau an sie richten. Die Rühner Wehr hat nicht nur ein hohes Durchschnittsalter, sie ist auch noch unterbesetzt.

Kein Wunder also, dass während der Jahreshauptversammlung auch das Thema angesprochen wurde. Neue Kameraden konnte die Wehr trotz der Übung und des damit gesetzten Ausrufezeichens nicht gewinnen. Aber es gibt Hoffnung. „Es wurde das Interesse geweckt“, sagte Wehrführer Axel Thal, der zusammen mit seinem Stellvertreter Egon Plath im Amt bestätigt wurde. Es habe Anfragen gegeben und derzeit würden Gespräche mit Interessenten laufen.

Doch diese würden sich nach Fortschritten erkundigen, bei den Fahrzeugen und beim Gerätehaus. „Aber die Gemeinde wartet den Brandschutzbedarfsplan ab“, sagte Axel Thal. Sowohl das Löschfahrzeug als auch das Gerätehaus stammen aus dem Jahr 1997 und würden nicht mehr heutigen Standards entsprechen.

Im Ergebnis der Brandschutzbedarfsplanung werde, so die traurige Gewissheit des Wehrführers, herauskommen, dass die derzeit 13 aktiven Kameraden nicht ausreichen. „Deswegen suchen wir händeringend“, sagte Frank Thal. Geplant sind dafür auch Einzelgespräche in Rühn. Während die Rühner Kameraden 2016 noch sieben Einsätze zu absolvieren hatten, waren es 2017 drei. Darunter waren ein Brand und zwei technische Hilfeleistungen in Folge der starken Stürme des Vorjahres. Auch wenn sich die Blauröcke mehr Unterstützung von den Rühnern erhoffen, sind sie immer für sie da. Und das nicht nur im Ernstfall. Denn auch zum kulturellen Leben trägt die Wehr einiges bei. Sei es die Frauentagsfeier, das traditionelle und sehr gut angenommene Ostereier-Suchen oder als „Parkplatzwärter“ bei Veranstaltungen des Klostervereins – die Kameraden sind stets helfend dabei.

Auf die Tagesordnung einer Jahreshauptversammlung gehört auch stets der Punkt Ehrungen und Auszeichnungen. Auch in Rühn stand dies an. So wurden Roy Tschernyschow und Robert Bissa nach erfolgreicher Truppmann-Ausbildung zum Feuerwehrmann befördert. Und Peter Jankowski wurde für 30 Jahre Mitgliedschaft in der Feuerwehr geehrt.

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