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Bützower Zeitung

22. Oktober 2017 | 17:49 Uhr

Bützow : Zunächst geht es nur in die Tiefe

vom
Aus der Redaktion der Bützower Zeitung

DRK-Projekt „Betreutes Wohnen“ befindet sich in der ersten Erschließungsphase

von
erstellt am 19.Aug.2017 | 06:00 Uhr

Seit rund zehn Wochen wird auf dem Gelände der ehemaligen Möbelwerke in der Straße Vor dem Rühner Tor gebuddelt und gebaggert. Doch zu sehen ist noch nicht viel von dem künftigen Wohnhäusern, die der Kreisverband Güstrow des DRK dort errichten lässt. Doch es laufe alles nach Plan, versichert Carolin Mai, Projektmanagerin beim DRK. „Es ist nur so, dass das, was hier in dieser ersten Bauphase passiert, das sieht man nicht, weil alles unter der Erde verschwindet“, sagt Carolin Mai.

Es handelt sich um die erste Ausbaustufe der Erschließung des rund 1,5 Hektar großen Areals. „Dort, wo künftig die Straße entlang führen wird, kommen zunächst einmal die ganzen Elektroleitungen, die Leitungen für Wasser und Abwasser, für die Fernwärme, fürs Telefon und so weiter in die Erde“, erklärt Ronald Ullerich vom Ingenieurbüro Lawa aus Güstrow, das die Baubetreuung innehat. Die Straße auf dem Gelände ist rund 270 Meter lang. Das heißt, die Bauarbeiter mussten beziehungsweise müssen rund 2000 bis 3000 Meter Gräben ausheben, um alle Medien, wie die Versorgungsleitungen genannt werden, ordnungsgemäß zu verlegen.

Eine ganze Menge Beton kam dabei in den zurückliegenden Wochen zum Vorschein – Reste der alten Möbelwerkshallen. Das Bauvorhaben war bereits in der Planung kritisch begleitet worden, insbesondere auch im Bezug auf Altlasten, die dort möglicherweise in der Erde lagern könnten. Doch es seien keine weiteren unvorhergesehenen Probleme aufgetreten, sagt Carolin Mai. „Die Arbeiten werden zudem von einem speziellen Ingenieurbüro betreut, das dieses Material prüft, bevor es abgefahren wird“, erklärt Ronald Ullerich.

Abgeschlossen seien ebenfalls die Grabungsarbeiten des Bodendenkmalpflegers. „Wie vermutet wurden die sterblichen Überreste von Menschen gefunden. Sie wurden geborgen und umgebettet“, sagt die Projektmanagerin. Denn in der Nähe der alten Papierfabrik (später die Möbelwerke) befand sich der erste Friedhof der evangelisch-reformierten Gemeinde. „Großherzog Karl Leopold, Sohn von Friedrich Wilhelm, hatte im 18. Jahrhundert den Reformierten dieses Land als Gottesacker zugewiesen“, so Stadthistoriker Fritz Hoßmann.

Bis Ende September sollen die Arbeiten zum Verlegen der Versorgungsleitungen abgeschlossen sein. Dann wird zunächst im Bereich der künftigen Straße nur eine Schotterschicht aufgetragen. Die bildet dann die Baustraße für den sich anschließenden Hochbau. „Wir beginnen mit der Seniorenbegegnungsstätte. Danach folgen die Häuser im Bungalowstil für das Betreute Wohnen“, sagt Carolin Mai. Diese Hochbauarbeiten sollen Ende des Jahren starten. Wann genau, das hänge auch noch von den Ausschreibungen ab. Rund ein Jahr sind für diese Arbeiten eingeplant. Noch im Herbst werde das DRK eine Informationsveranstaltung mit den Interessenten durchführen, die sich schon für eine Wohnung in dem Areal beworben haben. Es gebe rund 120 Interessenten, sagt die Projektmanagerin.

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