Rühn : Zufriedener Blick nach vorn

Karneval ist in Rühn immer wieder ein Highlight, sowohl für die Vereinsmitglieder als auch für alle Gäste der Festveranstaltungen. Das bringt der Gemeinde Punkte bei der Selbsteinschätzung.
Karneval ist in Rühn immer wieder ein Highlight, sowohl für die Vereinsmitglieder als auch für alle Gäste der Festveranstaltungen. Das bringt der Gemeinde Punkte bei der Selbsteinschätzung.

66 von maximal 100 Punkten in der Selbsteinschätzung: Rühn sieht sich für die Zukunft gut aufgestellt

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01. November 2017, 06:00 Uhr

„Mir gefällt es, wie es ist, und ich hoffe, dass es noch Jahre so bleibt“, sagt Hans-Georg Harloff, Bürgermeister von Rühn. Er meint damit den Zustand der Gemeinde, den die Selbsteinschätzung zur Zukunftsfähigkeit ausweist. Diese war Teil der jüngsten Gemeindevertretersitzung. Das Fazit: Mit 66 von 100 möglichen Punkten wird Rühn die Zukunftsfähigkeit attestiert.

Zu beachten ist bei dieser Selbsteinschätzung, dass nicht alle Punkte von der Gemeinde selbst bewertet werden. Alles, was auf reinen Zahlenwerten beruht, kam vom Amt. Angaben über das Leben – jenseits von starren Zahlen – erstellte Harloff gemeinsam mit den Gemeindevertretern.

Dazu zählt beispielsweise der Themenkomplex „Vitalität und Verbundenheit der örtlichen Gemeinschaft“. Vier von vier Punkten gab sich die Gemeinde in Sachen ehrenamtlichem Engagement. Laut Selbsteinschätzung gibt es in Rühn eine hohe Anzahl an Aktivitäten, die breite Zielgruppen erreichen und für jedermann gedacht sind. Auch Arbeitseinsätze finden statt – wie zuletzt am zurückliegenden Wochenende. „Die Vereine arbeiten gut“ sagt der Bürgermeister. Auch die Mitgliederzahlen von Sportverein, Volkssolidarität-Ortsgruppe, Klosterverein und Kulturverein stimmen.

Positiv ist auch die bauliche Entwicklung. Seit 1996 sind beispielsweise 71 neue Eigenheime gebaut worden, weitere Bauflächen wurden kürzlich erschlossen. Harloff spricht von einer „guten Entwicklung“. Außerdem vollziehe Rühn nach und nach einen Generationenwechsel. So würden manch ältere Menschen Rühn für altersgerechtes Wohnen verlassen, dafür ziehen junge Menschen nach. Auch bei den Eigenheimen handle es sich meist um Zuhause für junge Familien. In Sachen Zukunftsfähigkeit wirkt sich all das gut auf die Punkte aus.

Was die Gemeinde in der Bewertung nicht selbst in der Hand hatte, waren beispielsweise Angaben zur Steuerkraft der Einwohner. „Das stammt aus den Statistiken, da haben wir keinen Einfluss drauf“, erklärt Hans-Georg Harloff. Auch die Entwicklung sozialversicherungspflichtig Beschäftigter (−0,43 Prozent) stammt aus dem Zahlenwerk des Bützower Rathauses. „Das haben wir so hingenommen“, so der Bürgermeister. „Wie sollen wir das auch selbst bewerten?“

Insgesamt schneidet Rühn bei der Selbsteinschätzung gut ab. „Es herrscht ein gutes Klima und eine gute Entwicklung“, konstatiert Hans-Georg Harloff. „Die Infrastruktur ist in Ordnung, es ist nachts beleuchtet, auch die Straßen sind gut. Die Finanzen und das Gemeindeleben sind intakt.“

Vielerorts – auch in Rühn – wird und wurde über die Sinnhaftigkeit dieser Selbsteinschätzung zur Zukunftsfähigkeit diskutiert, die das Gemeindeleitbildgesetz vorschreibt. „Ich habe nie selbst den Gedanken gehabt, solche Zahlen aufzustellen“, so Harloff. Man habe es einfach im Gefühl, wie die Gemeinde tickt, und bekomme das auch in vielen Gesprächen bestätigt. „Das war unsere Pflicht, wir haben sie erfüllt und nun ist es auch gut.“

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